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Wirtschaft - Kärnten
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"Fachkräfte für Wirtschaft bekommen"

Kärntner Initia­tive er­möglicht Hilfs­kräften Lehr­ab­schluss

Kärnten – Unter dem Motto "Du kannst was" sollen in Kärnten Hilfskräfte zu Fachkräften werden. Konkret geht es darum, dass Menschen, die keinen Lehrabschluss haben, ohne Lehre die Lehrabschlussprüfung nachholen können.

 3 Minuten Lesezeit (447 Wörter)

Die Initiative wurde vom Land Kärnten, der Arbeiterkammer und der Wirtschaftskammer gestartet. Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser (per Video zugeschaltet), Arbeitsmarktreferentin LHStv.in Gaby Schaunig, Christoph Appé von der Arbeiterkammer sowie WIFI-Geschäftsführer Andreas Görgei informierten über die Details am heutigen Freitag, dem 17. Juli 2020, in einer Pressekonferenz.

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vl.: LHStv.in Gaby Schaunig, LH Peter Kaiser, WIFI-Geschäftsführer Andreas Görgei und AK-Bereichsleiter Christoph Appé

vl.: LHStv.in Gaby Schaunig, LH Peter Kaiser, WIFI-Geschäftsführer Andreas Görgei und AK-Bereichsleiter Christoph Appé - © LPD Kärnten/Wajand

Kärntens Hilfskräfte sollen zu Fachkräften werden

Konkret geht es darum, dass Menschen, die keinen Lehrabschluss haben, ohne Lehre die Lehrabschlussprüfung nachholen können. Im ersten Durchlauf rechnet man mit 40 Teilnehmenden, für welche die Kurse kostenlos sind. Das Mindestalter beträgt 22 Jahre und es müssen zumindest fünf Jahre Praxiserfahrung vorliegen. Nach durchschnittlich zwei Jahren sollten dann alle den Lehrabschluss in der Tasche haben.

Einkommenssituation verbessern

„Viele Kärntnerinnen und Kärntner sind am Arbeitsmarkt als Hilfskräfte eingestuft, verfügen aber über Kompetenzen, die weit über diese Einstufung hinausgehen“, betonte Kaiser. Ihnen wolle man bessere berufliche Perspektiven eröffnen. Die Vermittlung arbeitssuchender Fachkräfte dauere durchschnittlich 190 Tage, bei Hilfskräften 230 Tage. Der Landeshauptmann rechnete zudem vor, dass zum Beispiel im Bereich Handel/Verkauf das Einstiegsgehalt für eine Hilfskraft 1.589 Euro betrage und für eine Fachkraft 1.675 Euro. „Die Vorteile liegen klar auf der Hand, vor allem weil sich das bis in die Pension auswirkt“, so Kaiser. Er hob dankend die gute Zusammenarbeit des Landes mit den Sozialpartnern hervor, aus welcher „Du kannst was“ hervorgegangen sei.

Chancen der Betroffenen am Arbeitsmarkt erhöhen

Arbeitsmarktreferentin Schaunig führte aus, dass sich „Du kannst was“ an Menschen richte, die ihre Lehre abgebrochen oder den Beruf nach dem Pflichtschulabschluss angetreten haben. „Diese Menschen verfügen über Fähigkeiten und Talente, die es zu bergen gilt“, so Schaunig. An jährlichen Kosten bei kalkulierten 50 Teilnehmenden gab sie 125.000 Euro – 93.750 Euro vom Land, 31.250 Euro von der Wirtschaftskammer, Sachleistungen von der Arbeiterkammer als Projektträger – an.

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LHStv.in Gaby Schaunig

LHStv.in Gaby Schaunig - © LPD Kärnten/Wajand

Erstberatungen starten ab sofort

„Du kannst was“ beginnt laut Arbeiterkammer-Bereichsleiter Appé für die Teilnehmenden mit einer Erstberatung in der Arbeiterkammer. Danach absolvieren sie ebenfalls in der Arbeiterkammer einen begleitenden Selbsteinschätzungsprozess. Durch die Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer erfolgt als Nächstes ein Qualifikationscheck, wo individuelle Weiterbildung bei BFI und WIFI empfohlen wird. Nach einem zweiten Qualifikationscheck kann die Ausstellung des Lehrabschlusszeugnisses erfolgen. Die Erstberatungen starten laut Appé sofort. Die Maßnahmen dann im Herbst.

Auch WIFI-Geschäftsführer Görgei erklärte, dass die Wirtschaft Fachkräfte brauche und er verwies auf die Stärken der dualen Ausbildung. Zielgruppe für „Du kannst was“ seien rund 2.000 bis 3.000 Personen.

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