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In Kärnten werden die Kläranlagen Klagenfurt, Villach und Feldkirchen beprobt und in das Monitoring-System aufgenommen.
SYMBOLFOTO In Kärnten werden die Kläranlagen Klagenfurt, Villach und Feldkirchen beprobt und in das Monitoring-System aufgenommen. © KK

Monitoring für weitere Erkenntnisse:

Land Kärnten beteiligt sich mit Abwässern an Corona-Forschung

Kärnten – Das Corona-Virus hat die Welt fest im Griff, noch gibt es weder Impfung noch breit wirksame Medikamente. Um weitere Erkenntnisse zum Virus und der Ausbreitung desselben zu erhalten, beteiligt sich das Land Kärnten nun an einem Forschungsprojekt, bei dem die Kärntner Abwässer überprüft werden sollen.

 2 Minuten Lesezeit (270 Wörter)

„In Krisen wie diesen brauchen Politik und Behörden zuverlässige und umfassende Informationen zur räumlichen Verteilung und zum zeitlichen Verlauf des Virus“, so Katastrophenschutzreferent Landesrat Daniel Fellner am heutigen Samstag, dem 18. Juli. Er erklärt in einer Aussendung: „Nur so können die Menschen bestmöglich geschützt, langfristig zuverlässige Entscheidungen getroffen und die Wirksamkeit präventiver Maßnahmen festgestellt werden.“

Projekt Coron-A für umfassende Informationen

Diese wichtigen Informationen soll nun das Forschungsprojekt Coron-A bringen: Selbiges wird unter der Federführung des Umweltbundesamtes abgewickelt und bündelt die in Österreich in den Bereichen Abwasserepidemiologie, -mikrobiologie und -molekularbiologie vorhandenen Ressourcen (Universität Innsbruck, Medizinische Universität Innsbruck, TU Wien und AGES), um ein Monitoring zur Erfassung von umfassenden Informationen zur COVID-19 Pandemie durchführen zu können.

Die Stärken des Abwassermonitorings

Bereits seit Jahren wird in Österreich die Abwasserepidemiologie erfolgreich zum Monitoring des Konsums von Drogen, Genussmitteln und Pharmazeutika eingesetzt. Die besonderen Stärken der Abwasseranalyse zu anderen Verfahren sind etwa, dass populationsspezifische Daten erhoben werden können, ohne in die Privatsphäre des Einzelnen einzugreifen, einfache und sichere Probenahme im Rahmen der Eigenüberwachung der Kläranlagen, verhältnismäßig simple Logistik sowie eine kostengünstige Umsetzung.

Kärntner Abwässer für weitere Erkenntnisse

Fellner: „In Kärnten werden die Kläranlagen Klagenfurt, Villach und Feldkirchen beprobt und in das Monitoring-System aufgenommen. Das Land Kärnten beteiligt sich an den Projektkosten mit 7.500 Euro.“ Der Katastrophenschutzreferent ist überzeugt davon, dass dieses Forschungsprojekt wichtige zusätzliche Erkenntnisse zur Bekämpfung der Pandemie bringen wird: „Das ist gut investiertes Geld zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung.“

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