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Leute - Villach
Radfahren auf Forststraßen ist nicht überall erlaubt. Viele Grundeigentümer verbieten das Befahren ihrer Wege, da sie bei Unfällen haften.
SYMBOLFOTO Radfahren auf Forststraßen ist nicht überall erlaubt. Viele Grundeigentümer verbieten das Befahren ihrer Wege, da sie bei Unfällen haften. © Pixabay

"Wir wollen die Natur genießen!"

Radfahren im Wald: Protest­aktion für frei befahrbare Fortswege

Villach – Radfahren im Wald und auf dem Berg boomt. Doch nicht überall darf gefahren werden. Am 30. Juli soll in Villach daher eine Protestversammlung wegen des Radfahrverbots auf Forststraßen stattfinden. Um 15 Uhr treffen sich die Teilnehmer beim Parkplatz der Pogöriacher Rodelbahn. Wir haben mit dem Mountainbiker Wolfgang Ofner über die Aktion gesprochen. 

 2 Minuten Lesezeit (332 Wörter)

Im Forstgesetz 1975 wurde geregelt, dass jeder den Wald zu Erholungszwecken betreten darf. Radfahren im Wald ist aber nur mit Erlaubnis des Waldeigentümers oder Forststraßenerhalters gestattet. Bei einem Unfall auf der Fortstraße haftet nämlich der Grundeigentümer selbst. Daher verbieten viele das Befahren der Fortswege.

Protest für frei befahrbahre Waldwege

Um Kärntens Wälder wieder attraktiver für Sportler und Outdoor-Liebhaber zu machen, wird am 30. Juli eine Protestversammlung stattfinden. Um 15 Uhr treffen sich die Teilnehmer beim Parkplatz der Pogöriacher Rodelbahn. Dort soll gegen die Fahrverbote auf Kärntens Forststraßen demonstriert werden. Der Ort des Treffpunkts wurde aus dem Grund gewählt, da dort, laut dem Mounatinbiker Wolfgang Ofner, seit Generationen gerodelt und Fahrrad gefahren wird. Seit einigen Monaten soll jedoch auch dort ein generelles Fahrverbot herrschen.

„Wir wollen auf die Berge und die Natur genießen!“

,,Ich fahre mit meinem Mountainbike nicht am Drauradweg, da er mir zu flach ist und für einen Flow-Trail ist der Sport zu wild“, erklärt Ofner im Interview mit 5 Minuten. ,,Wir wollen auf die Berge hinauffahren und die Natur genießen. Natürlich ruhig und gesittet, wir sind keine wilden Springer“, betont er. Der Hobbysportler sei, laut eigenen Aussagen, schon mehrmals von Forstwegen verjagt worden. Ofner fordert: „Das alte Forstgesetz gehört novelliert!“ Eine Änderung des Gesetzes, das Freizeitsportler selbst für Unfälle auf Forststraßen verantwortlich macht, wäre wünschenswert. Ob und wann es eine solche Gesetzesnovelle geben wird, ist aktuell aber noch unbekannt.

„Gut für den Radtourismus“

Ofner betont, dass das Radfahren im Wald in anderen Regionen funktionieren würde. Als Beispiel nennt er die Region Lungau oder Slowenien. Ofner gibt auch zu bedenken, dass frei befahrbare Forstwege auch ein Vorteil für den Radtourismus seien.

Protestaktion am 30. Juli

Zur Protestversammlung am 30. Juli werden, laut Ofner, rund 200 Teilnehmer erwartet. Sie alle werden mit Fahrrädern und Helmen kommen und die Covid-19-Bestimmungen werden eingehalten, versichert Ofner. Interessierte und Outdoor-Liebhaber sind zur Aktion eingeladen.

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