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Politik - Klagenfurt
© KK

Nach Unfällen bei Mini-Kreisverkehr

Scheider reagiert auf „Kreisverkehr-Kritik“: „Jeder Un­fall ist einer zuviel“

Welzenegg – Kürzlich entflammte eine Diskussion um den Kreisverkehr in Welzenegg. Hier käme es laut Bewohnern öfter zu gefährlichen Verkehrssituationen. Kürzlich passierten zwei Unfälle in dem Bereich. In einer Presseaussendung nahm Verkehrsreferent Stadtrat Christian Scheider nun Stellung zu der Kritik. 

 3 Minuten Lesezeit (454 Wörter) | Änderung am 24.07.2020 - 21.04 Uhr

Im Mai des Vorjahres ist der Minikreisverkehr beim Eurospar in Welzenegg für den Verkehr freigegeben worden. „Dieser hat jedoch mehr Verwirrung gebracht, als jene Verkehrssituation, die es zuvor dort gab“, erklärte Martin Fohn von der Welzenegger ÖVP kürzlich gegenüber 5 Minuten. Zweimal kam es bei dem Kreisverkehr vor kurzem zu Verkehrsunfällen, bei denen jugendliche Mopedfahrer verletzt wurden. „Es muss dringend gehandelt werden“, forderte Fohn.

Fehlverhalten der Fahrer sei Schuld an Unfällen

Verkehrsreferent Stadtrat Christian Scheider (FPÖ) regierte nun auf die Vorwürfe. „Die Polizei hat angegeben, dass im heurigen Jahr bis dato, lediglich zwei Verkehrsunfälle mit Personenschaden entstanden sind. Beide Unfälle betrafen eine Kollision zwischen einem PKW und einem Moped“, so Scheider. Laut ihm wären die Unfälle durch „gehörige Aufmerksamkeit seitens der PKW-Lenker“ vermeidbar gewesen. „Somit stellt sich klar heraus, dass diese Unfälle nicht aufgrund des Kreisverkehrs passiert sind, sondern sich auf Fehlverhalten der Verkehrsteilnehmer zurückführen lassen. Die Ausführung von Mini-Kreisverkehren ist zudem keineswegs „experimentell“, sondern hat sich schon vielerorts gut bewährt“, stellt Scheider klar.

Kreisverkehr sei „zu durchsichtig“

Des weiteren handle es sich bei dem Bereich um eine „sehr übersichtliche und überschaubare Verkehrsfläche mit zusätzlicher 30 Km/h-Beschränkung“. Eine Problemstellung ergebe sich laut Scheider jedoch möglicherweise deshalb, weil der Kreisverkehr „zu durchsichtig“ sei. „Damit ist gemeint, dass einfahrende Verkehrsteilnehmer zu weit nach dem Kreis voraussehen und damit das Gefühl eines unbehinderten Fahrens bekommen“, erklärt Scheider.

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„Da auch für mich jeder Unfall einer zu viel ist habe ich bereits eruiert, welche Maßnahmen die Verkehrssicherheit noch weiter erhöhen könnten“, so Stadtrat Christian Scheider.

„Da auch für mich jeder Unfall einer zu viel ist habe ich bereits eruiert, welche Maßnahmen die Verkehrssicherheit noch weiter erhöhen könnten“, so Stadtrat Christian Scheider. - © 5min.at

Weitere Sicherheitsmaßnahmen werden geprüft

Doch der Verkehrsreferent nimmt die Sachlage ernst. „Da auch für mich jeder Unfall einer zu viel ist habe ich bereits eruiert, welche Maßnahmen die Verkehrssicherheit noch weiter erhöhen könnten“, so Scheider. So könnten zum Beispiel Markierungen an den Zufahrten zum Kreisverkehr oder Quermarkierungen für mehr Sicherheit sorgen. Auch das Aufstellen einer Mittelinsel innerhalb der Richtungspfeile im Kreisverkehr, um das freie Durchsehen zu behindern, wären laut Scheider eine denkbare Lösung. „Dies wären umsetzbare Maßnahmen, die wir gerade prüfen“, verrät der Verkehrsreferent.

„Dankbar für Rückmeldung bei Problemen“

Abschließend betont Scheider erneut: „Als Verkehrsreferent ist mir die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer immer ein besonderes Anliegen. Deshalb bin ich auch stets dankbar für Rückmeldungen aus der Bevölkerung, wenn in diesen Bereichen Probleme auftauchen. Ich möchte aber appellieren, aus dem wichtigen Thema Verkehrssicherheit kein Politikum zu machen und dieses parteipolitisch auszuschlachten. Das wäre verantwortungsloses Verhalten von dem ich mich klar distanziere.“

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