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v.l.n.r. Johannes Grabmayer, Hermann Lipitsch, Karl Brandstätter, Günther Goach, Peter Kaiser, Winfried Haider
v.l.n.r. Johannes Grabmayer, Hermann Lipitsch, Karl Brandstätter, Günther Goach, Peter Kaiser, Winfried Haider © kK/AK_Arnold Pöschl

AK und ÖGB präsentieren:

Enthüllung des „Wächters“: Denkmal für Freiheit und Demokratie

Klagenfurt – Ein „Wächter für Freiheit und Demokratie“ wurde Freitag, 24. Juli 2020, beim ÖGB-Haupteingang in der Bahnhofstraße in Klagenfurt enthüllt. Die Installation des Kärntner Künstlers Karl Brandstätter wurde von AK und ÖGB Kärnten initiiert und soll zum hundertjährigen Jubiläum der Kärntner Volksabstimmung auf die hart erkämpften „Güter“ Freiheit und Demokratie hinweisen, die es zu wahren gilt.

 4 Minuten Lesezeit (522 Wörter)

Das Jubiläum der Kärntner Volksabstimmung am 10. Oktober 2020 veranlasste AK, ÖGB und das  Institut für die Geschichte der Kärntner Arbeiterbewegung (IGKA) dazu, die Geschichte rund um den für Kärnten historischen Tag mit Projekten und Veranstaltungen – unter dem Titel „1920-2020-2030: Zusammen. Arbeiten. Skupaj. Delamo.“ – einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

AK steht für soziale Gerechtigkeit und Interessen der Bürger ein

Am 24. Juli 2020 wurde im Beisein von Landeshauptmann Peter Kaiser, dem Künstler Professor Karl Brandstätter, AK-Präsident Günther Goach, AK-Direktor Winfried Haider, ÖGB-Landesvorsitzendem Hermann Lipitsch sowie IGKA-Obmann Johannes Grabmayer, der „Wächter für Freiheit und Demokratie“ enthüllt und öffentlich zugänglich gemacht.

„Demokratie benötigt nicht nur Engagement, Leidenschaft oder Gestaltungswillen des einzelnen Bürgers, sondern auch starke Organisationen, die sich für das demokratische Gemeinwesen einsetzen. Die AK als gesetzliche Interessenvertretung sieht es als ihre Pflicht an, für soziale Gerechtigkeit, für Mitbestimmung und für die grundlegenden Interessen der Arbeitnehmer einzustehen. In diesem Sinne verstehen wir uns als „Wächter“ für Freiheit und Demokratie!“, sagte heute AK-Präsident Goach anlässlich der Enthüllung.

Die Gezeiten machen ,,Den Wächter“ noch stärker

„Gerade die letzten Monate haben gezeigt, dass es in Krisenzeiten eine starke Interessenvertretung braucht. Die Skulptur vor unserem Hause versteht sich gleichermaßen als Erinnerung und Ansporn. Erinnerung an bisher erbrachte Leistungen und ausgefochtene Kämpfe zur Wahrung und Weiterentwicklung von Arbeitnehmerrechten und des demokratischen Gemeinwesens sowie als Ansporn, auch in Zukunft als beständiger Wächter für Freiheit und Gerechtigkeit einzustehen“, betonte ÖGB-Landesvorsitzender Lipitsch.

Professor Brandstätter, der Künstler meint dazu: „Der Wächter, hergestellt aus Cortenstahl, ist allen Witterungen ausgesetzt. Doch anstatt unter dem Druck der Gezeiten zu brechen, entwickelt das Material dieser Skulptur über Jahrzehnte hinweg Schutz. Die Skulptur ist ein Erinnerungsstück, dass auf diesen besonderen Platz hinweisen soll.“

Kaiser: ,,Für diese Werte muss man Täglich kämpfen“

„Freiheit und Demokratie, für diese Werte – die auch im Jahr 2020 für viele Menschen nicht selbstverständlich sind – gilt es Tag für Tag zu kämpfen. Speziell in Krisenzeiten, wie wir sie derzeit weltweit erleben, kommt diesen Werten eine noch größere Bedeutung zu. Diskussionen um eine über die Bewegungsfreiheit des Einzelnen entscheidende App und die Frage, ob diese verpflichtend einzurichten ist, oder als Alternative ein verpflichtender Schlüsselanhänger, mit dem die Bewegungsprofile der Menschen überwacht werden können, erfordern Wachsamkeit.“, findet Kaiser.

,,Solange nicht ohne jeden Zweifel Datenmissbrauch und -weitergabe an Dritte sowie ein möglicher Missbrauch der App für andere Verfolgungs- und Informationszwecke ausgeschlossen werden kann, stehe ich derartigen orwellschen Überwachungssystemen kritisch gegenüber. Denn, unser stolzes Jubiläum 100 Jahre Kärntner Volksabstimmung soll uns auch ins Bewusstsein rufen, dass Freiheit und Demokratie hart und lange erkämpft wurden, mitunter aber sehr schnell eingebüßt sind – da gilt es im Interesse der Bevölkerung genau aufzupassen. Wie in der Vergangenheit und der Gegenwart wird sich auch in Zukunft zeigen, dass Freiheit und Demokratie das Fundament für ein selbstbestimmtes und selbstbewusstes, erfülltes Leben bilden“, so Kaiser abschließend.

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