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Aktuell - Klagenfurt
Zwei Kärntner müssen sich am Landesgericht Klagenfurt wegen versuchten Mordes und weiteren Anklagepunkten vor einem Geschworenengericht verantworten.
Zwei Kärntner müssen sich am Landesgericht Klagenfurt wegen versuchten Mordes und weiteren Anklagepunkten vor einem Geschworenengericht verantworten. © Gailtal Journal

Neue Informationen zum Prozess:

Bombenleger-Prozess: Opfer war hoch versichert

Klagenfurt – Wie bereits berichtet, startete am heutigen Montag, dem 27. Juli, der Prozess um zwei Kärntner. Ihnen wird zur Last gelegt, eine 27-jährige Frau mit einer Paketbombe schwer verletzt zu haben. Nun gibt es weitere Informationen zum heutigen Prozess und dem möglichen Motiv der Täter.

 2 Minuten Lesezeit (299 Wörter)

Um 9.00 Uhr startete heute der Prozess wegen versuchten Mordes durch eine Bombe am Landesgericht Klagenfurt. Wie sich bei den heutigen Eröffnungsvorträgen durch die Staatsanwaltschaft und Verteidigung zeigte, könnte eventuell Geldgier ein mögliches Motiv der Täter gewesen sein.

Staatsanwaltschaft: Täter konnte sich nicht mit Beziehungsende abfinden

Der Hauptangeklagte, ein 29-jähriger Kärntner, war sechs Jahre lang mit dem Opfer verheiratet. Die Beziehung ging jedoch in die Brüche, da der 29-Jährige, wie aus einem Medienbericht vom ORF Kärnten hervorgeht, immer aggressiver geworden sei. Da sich der Kärntner, laut Aussagen der Staatsanwaltschaft, nicht mit dem Beziehungsende abfinden konnte, soll er die Attacke auf seine Ex-Frau mit einem Freund geplant haben.

Täter schloss hohe Lebensversicherung ab

Außerdem könnte auch Geldgier ein mögliches Motiv für den Mordversuch gewesen sein. Wie aus dem Medienbericht hervorgeht, hatte der Ex-Mann des Opfers eine Lebensversicherung auf die Frau abgeschlossen. Das Opfer habe davon jedoch nichts gewusst. Bei ihrem Ableben hätte der Ex-Ehemann 300.000 Euro bekommen. Der Komplize des Hauptverdächtigen sollte, laut dem Medienbericht, rund 100.000 Euro von dem Geld bekommen.

Opfer hatte „nur mit Glück“ überlebt

Das Opfer hatte, laut dem Medienbericht, außerdem großes Glück, dass sie die Bomben-Attacke überlebte. Sie erlitt schwere Verbrennungen an Armen, Beinen und dem Rücken. Die Frau musste mehrfach operiert werden. Der Erstangeklagte soll hingegen angegeben haben, dass er seine Ex-Ehefrau mit der Bombe „nur erschrecken wollte“ und dass es sich lediglich um eine „Feuerwerkskiste“ gehandelt habe. Von der Staatsanwaltschaft wurde gegen den Hauptverdächtigen ein Antrag auf Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher gestellt.

Urteil am Dienstag erwartet

Heute startete der Prozess am Landesgericht Klagenfurt. Erst am morgigen Dienstag, dem 28. Juli, soll es jedoch zu einem Urteil kommen.

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