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Politik - Kärnten
Bauern in ganz Kärnten hängen auf ihren landwirtschaftlichen Flächen vorerst 200 Transparente auf.
Bauern in ganz Kärnten hängen auf ihren landwirtschaftlichen Flächen vorerst 200 Transparente auf. © FPÖ Kärnten

"Bewusstsein für notwendige Unterstützung stärken"

FPÖ-Kampagne: Bauern hängen 200 Trans­parente auf

Kärnten – Um in der Bevölkerung das Bewusstsein zur notwendigen Unterstützung der Bauern zu stärken, werden im Zuge der neuen FPÖ-Kampagne in ganz Kärnten von Bauern auf ihren landwirtschaftlichen Flächen vorerst 200 Transparente aufgehängt.

 4 Minuten Lesezeit (494 Wörter)

In einer gemeinsamen Pressekonferenz wiesen der Kärntner FPÖ-Chef Klubobmann Gernot Darmann und Landwirtschaftskammer-Vizepräsident Manfred Muhr, Landesobmann der Freiheitlichen und Unabhängigen Bauernschaft, am Dienstag, dem 28. Juli 2020, auf die dramatische Situation in der heimischen Landwirtschaft hin und präsentierten die neue FPÖ-Kampagne „Damit auch unsere Kinder noch Bauern sein können“.

„Rahmenbedingungen schaffen, damit unsere Bauern überleben“

Darmann betonte, dass gerade der Bauernstand infolge der Corona-Krise noch zusätzlich unter Druck geraten sei, „durch den Wegfall der Gastronomie, der Schließung von Tourismusbetrieben sowie Exportschwierigkeiten sei es etwa zu einem Preisverfall bei Rind- und Schweinefleisch gekommen, ebenso fehlen Abnehmer für das heimische Holz“. Im Rahmen der Regionalitätstour seien die Freiheitlichen bei vielen bäuerlichen Betrieben gewesen. „Angesichts ihrer schwierigen Situation mit immer geringeren Einkommen und höheren Belastungen gibt es eine massive Sorge der Bauern, ob ihre Kinder und Kindeskinder auch noch Bauern sein können“, so Darmann. „Stellen wir uns die dramatischen Folgen vor, wenn unsere Bauern einmal als Produzenten regionaler Produkte ausfallen“, gibt der Freiheitliche zu bedenken. „Wir müssen jetzt die Rahmenbedingungen schaffen, damit unsere Bauern überleben“, betont der FPÖ-Chef.

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Im Rahmen der Regionalitätstour waren die Freiheitlichen bei vielen bäuerlichen Betrieben. - © FPÖ Kärnten

200 Transparente aufgehängt

Um in der Bevölkerung das Bewusstsein zur notwendigen Unterstützung der Bauern zu stärken, werden im Zuge der neuen FPÖ-Kampagne in ganz Kärnten von Bauern auf ihren landwirtschaftlichen Flächen vorerst 200 Transparente aufgehängt. Mit drei verschiedenen Motiven will die FPÖ eine möglichst große Anzahl an Konsumenten ansprechen, von der Wichtigkeit der Landwirtschaft überzeugen und damit die heimischen Bauern und ihren Fleiß in den Vordergrund stellen. „Das Interesse unter den Bauern ist enorm. Das ist ein positiver Protest gegen die fehlende Unterstützung durch die Regierung.“

„Kurzfristige Erleichterung für Bauern erreichen“

Landwirtschaftskammer-Vizepräsident Manfred Muhr bekräftige diese Forderungen der FPÖ an die Bundes- und Landesregierung, um eine kurzfristige Erleichterung für die Bauern zu erreichen. „Der Grüne Bericht weist in Kärnten im Vorjahr ein Einkommensminus von 7 Prozent aus, ausgehend von einem ohnehin schlechten Niveau. Die Coronavirus-Pandemie verschärft die Situation noch weiter. Die bisher von der Bundesregierung versprochenen Corona-Maßnahmen sind hier nur ein Tropfen auf den heißen Stein und keine echte Hilfe“, betont Muhr. Um den heimischen Fortwirten zu helfen müsse es, laut ihm, vorübergehende Importbeschränkungen für Holz geben. Ebenso müsse die Bundesregierung dafür sorgen, „dass öffentliche Förderungen, die in den Einheitswert eingerechnet wurden, wieder herausgenommen werden, damit die hohen Sozialversicherungsbeiträge abgefedert werden“, so Muhr.  Zusätzlich müsse für heuer die Bundesregierung mindestens für zwei Quartale die Sozialversicherungsbeiträge für die Bauern übernehmen.

„Um den Konsumenten auch die Möglichkeit zu geben, unsere heimische Landwirtschaft durch Einkäufe aktiv zu unterstützen, brauchen wir endlich eine klare und durchgehende Herkunftskennzeichnung für alle Produkte“, betont Muhr abschließend.

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