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© Unsplash/Benjamin Dada

Finanztechnologien

Die 6 besten Standorte für dein FinTech-Startup

Weltweit – Die Finanztechnologien (kurz auch „FinTech“ genannt) erlebten im letzten Jahrzehnt einen ungehörten Boom und verändern so das Leben von Millionen, wahrscheinlich sogar von Milliarden von Menschen.

 9 Minuten Lesezeit (1195 Wörter)

Zahlungen und Überweisungen, die sofort durchgeführt werden können, sind mittlerweile state-of-the-art, und gehören genauso zu unseren Tagesroutinen wie andere uns lieb gewordene Gepflogenheiten des digitalen Zeitalters. Und mit dem Aufkommen der Kryptowährungen gibt es seit wenigen Jahren nun auch eine praktikable Alternative zu unseren alt-bekannten herkömmlichen Zahlungssystemen.

Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass viele Staaten riesige finanzielle Fördermittel in die Weiterentwicklung der digitalen Finanzgeschäfte stecken. Denn nicht zu Unrecht vermuten deren Entscheidungsträger, dass die Zukunft im Online-Handel liegen wird, und dieser die treibende Kraft für weiter anhaltende Innovation in der Branche sein wird. Wenn Sie interessiert sein sollten, Ihre Firma oder Ihr eigenes Startup in der Fintech-Branche gründen zu wollen, so haben wir für Sie hier die sechs fortschrittlichsten und innovativsten Nationen aufgelistet, in Ihnen bei der Firmengründung sicher entgegen kommen werden.

Großbritannien

„Revolut“, „Monzo“, „Transferwise“… Diese in der Branche bereits weltbekannten Firmen haben sich seit geraumer Zeit in der Londoner-Fintech-Szene breit gemacht, und tragen dazu bei, die britische Hauptstadt zum einem der wichtigsten Geschäftszentrum dieser Finanztechnologie zu machen.

Trotz des bereits beschlossenen Brexits und den dadurch lauernden Gefahren für die britische Wirtschaft, gedeihen dennoch die emporstrebenden Fintech-Unternehmen. Jährlich werden Gewinne in Höhe von mehr als 6,6 Mrd. GBP eingefahren, Beträge, die zweifellos, die weit mehr als 1.600 dort ansässigen Startups, animiert haben, in Großbritannien weiterhin ansässig zu bleiben. Während im Jahr 2019 weltweit die Fintech-Investitionen zurückgingen, verdoppelten diese sich entgegen diesem Trend im Vereinigten Königreich, vor allem profitieren die dort ansässigen Unternehmen von umfangreichen Steuererleichterungen, einer aufgeschlossenen politischen Elite und einem großen Talentpool an potentiellen Mitarbeitern.

Im Grunde genommen sind im Vereinigten Königreich alle Voraussetzungen geschaffen worden um die vielversprechendsten Startups anzuziehen. Diese erhalten dort alle möglichen und benötigten Hilfestellungen um den Erfolg dieser berühmten Fintech Unicorn-Unternehmen nachzuahmen.

Singapur

Es gibt einen bestimmten Grund, warum Singapur als „Asiens Fintech-Hub“ bekannt ist. Auch die führenden Unternehmen dieses Stadtstaats wie „TenX“ und „Quoine“ haben bereits bei deren Firmengründungen durch die aufgeschlossene Politik der Regierung dieses Landes von den breit gefächerten Vergünstigungen beim Firmenstart profitiert. Klare Richtlinien wurden für den Umgang mit fortschrittlichen IT-Firmen erlassen, die sich auch um mögliche Sicherheitsbedrohungen kümmern. Viele Fakten, die der Branche zusätzliche Stabilität gibt.

Das „Singapore Fintech Festival“ trägt auch zum Erfolg lokaler Unternehmen bei. Das Ziel dieser Veranstaltung ist es, Innovationen ins Land zu bringen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und Weiterentwicklungen in den Bereichen Investment Management und Cybersicherheit anzuregen. Viele Schlüsselbetriebe Asiens profitieren von diesem Pool kreativen Denkens.

Auf Grund des fast perfekten Umfelds – saubere Stadt, kaum Kriminalität und ein blühendes Nachtleben – ist es durchaus verständlich, dass sich so viele neue Fintech-Firmen dafür entscheiden, Singapur zu ihrem Heimathafen werden zu lassen.

Die Schweiz

Die Schweiz, eines reichsten der Welt, kann auf eine lange Geschichte im Bereich der Finanzdienstleistungen zurückblicken. Auf Grund dieser jahrhundertelangen Erfahrungen kann dieses Land inmitten von Europa ein hervorragendes Umfeld für die digitalen Bankgeschäfte bieten.

Da auch die Schweiz ihre Investitionen in den Fintech-Sektor im letzten Jahrzehnt stetig erweitert hat, hatten sich bereits 2018 weit als 200 digitale Finanzunternehmen rund um die eidgenössischen Finanzmetropolen positioniert.

Und die Schweizer Kantone waren auch den aufkommenden Kryptowährungen durchaus aufgeschlossen: Die Stadt Zug ist auf Grund ihrer großen Anzahl an innovativer Startups bereits als das „Crypto Valley“ bekannt, und die digitalen Zahlungsmittel gelten dort allgemein bereits als die Zukunft aller bekannten Währungen. Der Fokus wurde daher ganz klar auf junge, aufstrebende Unternehmen gesetzt, und das Land ist mit Sicherheit gut aufgestellt, um die nächste heranstürmende Generation von Technologietalenten aufzunehmen.

Und jene Personen, die bereits heute ihre Geschäfte mit Kryptowährungen bezahlen, profitieren auf jeden Fall auch von den robusten und rigorosen Sicherheitsmaßnahmen, die die Schweiz in den letzten Jahren politisch verabschiedet hat. Eine entgegen früheren Jahren strenge Gesetzgebung zur Bekämpfung der Geldwäsche wird landläufig und informell als „Kryptogesetz“ bezeichnet, sodass alle Institutionen, die diese digitalen Währungen verwenden, strengen Regularien unterworfen sind. Personen, die Versicherung mit digitalen Zahlungsmetoden abschließen, die ihre Einsätze in einem Kryptowährungs-Casino platzieren oder die einfach digitales Geld von einem Konto auf das nächste überweisen wollen, sind alle durch die zahlreichen Sicherheitsmechanismen dieses Landes geschützt. Die Bedingungen, damit sich ein aufstrebendes Fintech-Unternehmen in einer der sichersten Nationen Europas profilieren kann, sind also in Land des Wilhelm Tell durchaus als perfekt zu bezeichnen.

Die Niederlande

Rund um Amsterdams erblühen nicht nur die weltbekannten Tulpen, sondern es floriert dort auch der digitale Finanzsektor. Allein im Gebiet der „Randstad“ haben sich rund 350 Startups angesiedelt und machen die Niederlande weiterhin zu einem der erfolgreichsten Länder bei Firmengründungen im Fintech Bereich. Namen wie „Adyen“, „Ohpen“ und „Bux“ tragen dazu bei, dem Land innerhalb dieses digitalen Marktes einen ausgezeichneten Ruf zu verleihen und zu einem hervorragenden Ausgangspunkt für neue Geschäftsbeziehungen zu machen.

Niederländische Fintech-Unternehmen profitieren schon seit längerer Zeit vom immensen Know-how im Bereich digitaler Zahlungen und alternativer Kreditinvestitionen. Amsterdam beschäftigt mehr als eine Viertelmillion Mitarbeiter in diesem IT-Sektor. „Fintech“ ist in Holland in aller Munde, und diese Begeisterung dürfte langfristig zu beträchtlichen Investitionen führen.

Schweden

Dieses skandinavische Land, das nach London weithin als zweitgrößtes digitales Finanzzentrum Europas angesehen wird, zieht auf Grund seiner enormen Bedeutung eine große Menge an Fintech-Investitionen an. Eine direkte Auswirkung hat dieser Trend bereits auf den wirtschaftlichen Erfolg des Marktanteils der schwedischen „Big Four“ – der großen Banken des Landes gebracht. Betroffen von dieser Rezession waren: Handelsbanken, Nordea, Swedbank und SEB: Ihr Werteverlust ist ein klarer Beleg dafür, dass Schweden nach Alternativen zum traditionellen Bankgeschäft sucht.
Die gut für die Zukunft aufgestellten schwedischen Marken„ Klarna“, „iZettle“ und „Anyfin“ sind die dominierenden Player am schwedischen Fintech-Markt. Aber es gibt rund um Stockholm noch genügend Platz für neue und junge Unternehmen, die sich in dieser Branche profilieren wollen. Veranstaltungen wie die Sthlm Fintech Week, bei der die Teilnehmer verschiedenste Experten aus aller Welt treffen können, tragen zur Förderung interessierter Startups bei.

Die USA

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten und in der Heimat des weltberühmten Unternehmergeistes haben in den letzten zehn Jahren bedeutende Fintech-Unternehmen ein neues Zuhause gefunden. „PayPal“, „Venmo“ und „Google Wallet“ sind wohl die bekanntesten, aber auch unzählige Startups wurden gegründet, um den Kauf und Verkauf von Währungen wie „Coinbase“ zu unterstützen. Alle haben mit ihren beeindruckenden technischen Erfolgen vom direkten Einfluss von Silicon Valley profitiert und schlichtweg unglaubliche Erfolge verbuchen können.

Mit Fintech-Investition von fast 10 Milliarden US-Dollar im Jahr 2019 sind die USA weiterhin einer der Hauptakteure im Bereich digitaler Zahlungsgeschäfte, und in Bereichen wie Kryptowährungen und B2B-Fintech gibt es keine Nation, die sich mit den Vereinigten Staaten messen kann.

Während die Branche generell strengen Regulierungsgesetzen unterliegt, sind die USA nach wie vor ein offener, einladender und eher deregulierter Standort für Startups, die unter diesen bemerkenswerten Geschäftsbedingungen häufig schnell in den Himmel wachsen.

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