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Urteil gefällt

Scheuch erneut verurteilt: Zusatz­strafe von sechs Monaten bedingter Haft

Klagenfurt – Uwe Scheuch, ehemaliger Landeshauptmannstellvertreter, wurde am heutigen Mittwoch, 5. August, am Landesgericht Klagenfurt wegen Vorteilsnahme und Geschenkannahme zu einer Zusatzstrafe von sechs Monaten bedingter Haft verurteilt. 

 1 Minuten Lesezeit (196 Wörter) | Änderung am 05.08.2020 - 14.32 Uhr

An den letzten zwei Tagen fand am Landesgericht Klagenfurt die Verhandlung zur „Causa Ideenschmiede“ statt. Gegen drei Personen und die Werbeagentur „Ideenschmiede“ hat die Zentrale Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und Korruption Anklage erhoben. Unter den Angeklagten befand sich auch der ehemalige Politiker Uwe Scheuch.

Unrechtmäßig Geld beschaffen

Der Anklage lag zugrunde, dass Scheuch, ehemaliger Landeshauptmannstellvertreter und Landesrat, im Jahre 2006 einen Mitarbeiter damit beauftragt habe, Geld für die Partei (damals für das
BZÖ) bzw. seinen persönlichen Wahlkampf zu organisieren. Über ein von dem Mitarbeiter eröffnetes Bankkonto seien Gelder schließlich für den ehemaligen Landesrat verwendet worden. Das Landesratbüro als auch ein Beamter seien in ständiger Geschäftsbeziehung zu der Werbeagentur Ideenschmiede gestanden. Diese wurde zwischen den Jahren 2006 und 2014 mit Leistungen im Wert von rund 1,5 Millionen Euro beauftragt. Über Scheinrechnungen an die Ideenschmiede kamen so Geldbeträge auf das Konto.

Sechs Monate bedingte Haft

Wie der ORF berichtet, wurde der ehemalige Landeshauptmannstellvertreter im Zuge der heutigen Verhandlung erneut schuldig gesprochen. Für seinen ehemaligen Mitarbeiter, der sich ebenfalls vor Gericht verantworten musste, gab es keine Zusatzstrafe. Der Geschäftsführer der Werbeagentur wurde zu einer Geldstrafe von 9.000 Euro verurteilt.

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