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Politik - Klagenfurt
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Bürgerinitiative gegen Bahnlärm:

„Stop den Bahnlärm:“ FPÖ-Politiker stellen sich hinter Bürger­initiative

Pörtschach/Klagenfurt/Krumpendorf – Die „Bürgerinitiative Stop den Bahnlärm“ in Kärnten hielt heute eine Pressekonferenz ab. Die Bürger kämpfen seit Jahren gegen Bahnlärm an. Auch freiheitliche Politiker stützen diese Forderung.

 2 Minuten Lesezeit (345 Wörter) | Änderung am 05.08.2020 - 15.00 Uhr

In der heutigen Pressekonferenz mit Pörtschachs Bürgermeisterin Silvia Häusl-Benz und der Bürgerinitiative „Stop Bahnlärm“ hat Vizebürgermeister Wolfgang Germ erneut die Kernforderungen zum Thema Schutz vor Bahnlärm vorgebracht. „Im Vordergrund steht klar der Schutz der Menschen und der Erhalt der Lebensqualität im gesamten Kärntner Zentralraum“, sagt er.

Maßnahmen sind überfällig

Gemäß der WHO-Richtlinie zu Bahnlärm aus dem Jahr 2018 dürfen Grenzwerte von 44 db in der Nacht und 54 dB am Tag nicht überschritten werden. Güterzügen erreichen Spitzenwerte von bis zu 94 db. Die Umsetzung von greifenden Maßnahmen sei somit unumgänglich und zudem längst überfällig, zeigt der Vizebürgermeister auf.

„Nachtfahrverbot für Güterzüge und eine Geschwindigkeitsreduktion auf 50 km/h sind effektive Maßnahmen, die ohne teure Begleitkosten sofort umgesetzt werden könnten“, erklärt Germ. Bundesverkehrsministerin Gewessler, die aktuell weitere Studien angekündigt hat, soll endlich aktiv werden, fordert der Vizebürgermeister. „Die Stadt hat im Oktober 2019 geschlossen eine Resolution an den damaligen Übergangsminister Reichhardt verabschiedet. Die Menschen im Zentralraum brauchen endlich Lösungen und keine weiteren Studien. Schutz vor Bahnlärm ist hier absolut notwendig. Ein weiteres hinauszögern wäre unverantwortlich“, so Germ.

200.000 Menschen betroffen

Auch der Kärntner FPÖ-Chef Klubobmann Gernot Darmann schließt sich der Meinung der Initiative an: „Ministerin Gewessler muss endlich in die Gänge kommen und Entscheidungen treffen, damit eine dringend notwendige Umfahrungstrasse für den Güterverkehr endlich umgesetzt werden kann.“ Auch er würde eine Geschwindigkeitsbegrenzung als notwendig erachten. „Insbesondere ein Nachtfahrverbot und eine Tempo 50 Beschränkung für Güterzüge wäre von Seiten des Bundes sofort umsetzbar und würde die massiven Lärmeinwirkungen auf die circa 200.000 Bürger des Wörtherseeraums deutlich minimieren. Denn Lärm macht krank und der Gesundheitsschutz unserer Bevölkerung steht an erster Stelle“, so Darmann. Auch eine Studie zum Bahnlärm sei laut der Initiative seit langem ausständig. Ans Aufgeben denkt man bei der Bürgerinitiative außerdem nicht, auch Resolutionen sind geplant.

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