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Politik - Villach
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Am 10. August

Laurenzimarkt auf Haupt­platz verlegt: „Pober zwingt Wirte zur Schließung der Gastgärten“

Villach – Der traditionelle Laurenzimarkt wird heuer auf den Hauptplatz verlegt. Gastgärten müssen dem Markt weichen. "ÖVP-Marktreferent Pober zwingt Wirte am Hauptplatz zur Schließung der Gastgärten", kritisiert Stadtrat Harald Sobe in einer aktuellen Presseaussendung. 

 3 Minuten Lesezeit (448 Wörter) | Änderung am 05.08.2020 - 18.59 Uhr

Stadtrat Christian Pober (ÖVP) lässt den Laurenzimarkt heuer auf den Villacher Hauptplatz verlegen. Grund dafür ist die Sanierung der Alpen-Adria-Brücke sowie die Abstandsregelung aufgrund der Corona-Maßnahmen. Dafür müssen die Gastgärten von zwei Lokalen am Hauptplatz für einen Tag (am 10. August) weichen. Diese Entscheidung wird von Stadtrat Harald Sobe (SPÖ) stark kritisiert. „Markt- und Gesundheitsreferent Christian Pober trifft die Gastwirte am Hauptplatz in Villach mit seiner Entscheidung schwer. Der traditionelle Laurenzimarkt soll am Hauptplatz stattfinden und die Gastgärten müssen dafür geschlossen werden. Alternativen, die niemandem finanzielle Einbußen bringen, werden ignoriert“, teilt Sobe in einer aktuellen Presseaussendung mit.

Verzweiflung der Wirte sei groß

Viele Gastronomiebetreiber, die am Villacher Hauptplatz ansässig sind, haben sich deshalb bereites „verzweifelt an Stadtrat Harald Sobe gerichtet“, heißt es in der SPÖ Aussendung. „Die Verzweiflung der Gastronomen ist groß. Gerade rund um Corona waren viele Umsatzeinbußen zu beklagen. Dass gerade Markt- und Gesundheitsreferent Christian Pober (ÖVP) nun gegen unsere, für die Betriebe beschlossenen Hilfsmaßnahmen, den Markt unverständlicherweise auf den Hauptplatz verlegt und so die Wirte zur Schließung der Gastgärten zwingt, lässt die besorgten Inhaber von Lokalen, Cafes und Restaurants am Hauptplatz verzweifeln.“ gibt Stadtrat Harald Sobe zu bedenken.

Sobe fordert alternative Lösung

Alternativen, die für niemanden einen Nachteil darstellen würden, gäbe es laut dem SPÖ Stadtrat zuhauf. „So könnte man zum Beispiel die Widmanngasse, den Kaiser-Josef-Platz und andere umliegende Möglichkeiten für den Markt nutzen. So würde niemand seinen Gastgarten schließen müssen und weitere Umsatzeinbußen haben“, so Sobe weiter und fordert Pober auf: „Hier ist ein rasches Umdenken wichtig, denn gerade jetzt, kann man das keinem Gastronomen noch zusätzlich zumuten. Herr Pober, verlegen Sie den Markt an Orte, die niemandem die Existenzgrundlage nehmen!“

Update: Pober weist Vorwürfe zurück

Die von Stadtrat Sobe vorgeschlagene Alternative, als Austragungsort für den Markt die Widmanngasse zu nutzen, wäre aber laut Pober keine mögliche Lösung. „Dies würde nicht funktionieren, weil hier der City Bus durchfährt und der nötige Abstand nicht eingehalten werden könnte“, erklärt Marktreferent Pober. Generell müsse der Standort des Laurenzimarktes heuer auch nur deshalb verschoben werden, weil Straßenreferent Harald Sobe die Sanierung der Alpen-Adria-Brücke erst so spät durchführen lies.  „Ich empfinde es außerdem als Frechheit, dass Stadtrat Sobe scheinbar versucht, einen Unternehmer gegen den anderen auszuspielen. Die Marktler hatten es in der Krise genau so schwer wie die Gastronomen und sie haben es verdient, wieder ungehindert ihrer Arbeit nachgehen zu dürfen“, stellt Pober klar.

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