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Seit 15 Jahren

Familien­forschung: Auf den Spuren von Ingeborg Bach­mann

Kärnten – Seit bald 15 Jahren forscht Stephan Mazal, der Nachkomme einer Kärntner Dienstmagd im Gitsch- und im Gailtal nach seinen Wurzeln.

 2 Minuten Lesezeit (280 Wörter)

Familienforschung ist ein interessantes Hobby, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Mitunter kann es auch zu unerwarteten Entdeckungen führen. Seit bald 15 Jahren forscht der Nachkomme einer Kärntner Dienstmagd im Gitsch- und im Gailtal nach seinen Wurzeln. Begonnen hat es mit der Suche nach der Urgroßmutter aus Weißbriach, die nach 1900 als Dienstmädchen nach Wien kam. Mittlerweile kann er Ahnen aus dem Gailtal, Gitschtal, Drautal und Kanaltal bis zur zehnten Generation 300 Jahre zurückverfolgen.

Verwandtschaft mit Ingeborg Bachmann

Jüngstes überraschendes Forschungsergebnis ist die Entdeckung der Verwandtschaft mit Ingeborg Bachmann. Die bedeutendste deutschsprachige Lyrikerin des 20. Jahrhunderts war in ihrer Jugend oft zu Besuch im Haus der Großeltern in Obervellach bei Hermagor. Ein Hinweis darauf brachte den Familienforscher Dr. Stephan Mazal auf die Spur der Dichterin. Nachforschungen in den Kirchenbüchern ergaben, dass der Bauer Christoph Bachmann aus Mitschig, der im 18. Jahrhundert lebte, ein gemeinsamer Vorfahre ist. Dessen Enkel Andreas heiratete 1810 die Stieftochter seines älteren Halbbruders Georg, die Obervellacher Hoferbin Barbara Ranner.

Das Gailtal ist seine zweite Heimat

Auch wenn mittlerweile viele Kirchenbücher online zugänglich sind, bringt nur die Kenntnis von Land und Leuten eine annähernde Vorstellung über das Leben der eigenen Vorfahren. „In Weißbriach habe ich sehr liebe Verwandte, Nachfahren der Geschwister meiner Uroma, kennengelernt und viel über die Familiengeschichte erfahren.“, sagt Stephan Mazal. Beeindruckt von der Schönheit der Landschaft und der Freundlichkeit der Menschen wurde das Gailtal zu seiner zweiten Heimat. Sommer- und Winterurlaube verbringt er am liebsten hier mit seiner Familie und hat auch bereits in Klagenfurt das Grab von Ingeborg Bachmann am Friedhof Annabichl, sowie die Dauerausstellung „Ingeborg Bachmann und Klagenfurt“ im Robert Musil Literatur Museum besucht.

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