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Aktuell - Klagenfurt
Eine Festnahme in der Innenstadt eskalierte.
Eine Festnahme in der Innenstadt eskalierte. © Leser

Die Konsequenzen sind noch unklar

“Wollten Eskalation verhindern und waren am Ende die Bösen“

Klagenfurt – Heute Nacht eskalierte in Klagenfurt eine Amtshandlung, bei der Polizisten einen 40-Jahre alten Russen festnehmen wollten. Wir haben mit einer Polizistin gesprochen die Mitten im Geschehen war und auch ein Augenzeuge berichtet fassungslos, was er gesehen und vor allem gehört hat. 

 3 Minuten Lesezeit (452 Wörter)

Über den Vorfall, der sich gestern Nacht in der Klagenfurter Innenstadt ereignet hat, haben wir bereits berichtet. Wir haben mit zwei Personen gesprochen, die Mitten im Geschehen waren. Eine Person davon, ist Polizeibeamtin in Klagenfurt.

,,Ich war einfach nur schockiert“

Die Klagenfurter Innenstadt soll gestern allgemein sehr voll gewesen sein. ,,Es waren einige Menschen unterwegs. Ich selbst bin gerade durch die Stadt spaziert, als mir auf einmal mehrere Polizisten entgegengelaufen kamen“, berichtet ein Augenzeuge und 5 Minuten Leser. ,,Als ich dann in den Innenhof eines Lokals kam, waren dort sicher über 100 Menschen. In Mitten dieser Menge haben die Beamten darum gekämpft, einen Mann festzunehmen. Es war unglaublich. Ein paar Polizisten haben versucht den Mann festzunehmen und die anderen Polizisten mussten die anderen Menschen daran hindern in die Amtshandlung einzugreifen“, erzählt er weiter.

Was den Passanten außerdem schockiert, sind die Ausrufe, die aus der Masse an die Beamten gerichtet werden. ,,Man hat nur noch gehört ,Ihr K**** ‚ und andere wirklich sehr unschöne Beleidigungen. Irgendjemand neben mir meinte, man müsse die ,Drecks*******‘ eigentlich mit Bierflaschen bewerfen. Es war wirklich kaum zu glauben“, zeigt sich der Augenzeuge fassungslos.

,,Ich hatte damit zu tun die Masse zurückzuhalten“

Eine Polizistin aus Klagenfurt hat mit uns über den Vorfall gesprochen. Sie selbst war gestern Abend mittendrin. Laut ihr, sei die Situation kurz vor einer Eskalation gewesen, als sie und ihre Kollegen bei dem Lokal eintrafen. ,,Wir wollten eigentlich weitere Eskalationen verhindern. Leider zeigte sich der Mann nicht kooperativ. Er wollte sich nicht ausweisen und verhielt sich uns gegenüber aggressiv“, erzählt sie. Nach mehreren Ermahnungen und gutem Zureden wurde gegenüber dem 40-jährigen Russen eine Festnahme ausgesprochen.

,,Der Herr hat darauf hin einen Kollegen in den Oberschenkel gebissen und einen Kollegen an der Schulter verletzt“, bestätigt die Beamtin. Sie selbst habe damit zu tun gehabt die Menschenmasse davon abzuhalten, in das Geschehen einzugreifen. ,,Es war ein Gewusel. Ich habe versucht die Massen abzuschirmen, damit meine Kollegen die Amtshandlung vollziehen können. Wir kamen zum Einsatzort, um eine Eskalation zu verhindern und am Ende waren wir die Bösen, aber das ist Meistens so“, meint die Polizistin weiter.

,,Es waren einfach zuviele“

Der festgenommene Russe wird gerade verhört. Mit welchen Konsequenzen er zu rechnen hat, ist noch unklar. Den Passanten, die die Amtshandlung gestört, die Polizisten beleidigt und das Geschehen gefilmt haben, drohen erstmal keine Strafen. ,,Da kann man nicht viel machen. Es waren einfach zuviele Menschen. Man müsste mit jedem Einzelnen sprechen und wir hatten in diesem Moment die Priorität, die Situation zu entschärfen“, erklärt die Beamten dazu abschließend.

 

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