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Wirtschaft - Villach
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Kärntner Arbeitsmarkt:

AMS Kärnten: „Frauen sind stärker von Ar­beits­losigkeit be­troffen“

Kärnten – Kärnten verzeichnet im Bundesländervergleich die niedrigste Zuwachsrate bei der Nettoarbeitslosigkeit. Nichtsdestotrotz hat die Corona-Krise tiefe Einschnitte hinterlassen: Im Vergleich zum Vorjahrsmonat sind im Juli 2020 um 4.477 Personen mehr Arbeitslose gezählt worden. Die Arbeitslosigkeit hat über alle Kärntner Bezirke hinweg zugenommen. 

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„Das Hochfahren unserer Vermittlungsaktivitäten verbunden mit einer guten Baukonjunktur, mit gut gebuchten Tourismusregionen und mit guter Auftragslage im produzierenden Gewerbe und in der Industrie haben dazu geführt, dass die Arbeitslosigkeit zuletzt gesunken ist“, weiß Peter Wedenig, Landesgeschäftsführer des AMS Kärnten. Nichtsdestotrotz habe die Corona-Krise tiefe Einschnitte hinterlassen: „Im Bundesländervergleich verzeichnen wir in Kärnten mit einem Plus von 25,6 Prozent bei der Nettoarbeitslosigkeit zwar die niedrigste Zuwachsrate, dennoch sind rund 4.800 Personen mehr auf Arbeitsuche als im Juli 2019“, erläutert Wedenig.

Besondere Zunahme verzeichnen die Langzeitarbeitslosen über sechs Monate (plus 2.936 Personen). Die gemeldeten offenen Stellen weisen einen Rückgang von minus 6,8 Prozent auf.

Frauen stärker von Arbeitslosigkeit betroffen

Weiteres weist man beim AMS Kärnten darauf hin, dass Frauen im Juli 2020 stärker von der Arbeitslosigkeit betroffen waren, als Männer. (Frauen: 10.921, Männer: 10.288). Hingegen ist die Betroffenheit bei langzeitarbeitslosen Männern und älteren Männern höher als jene der Frauen. Mit Blick auf die Branchen sind Frauen in Büroberufen, im Fremdenverkehr und im Handel am stärksten betroffen. Im Gegenzug ist die Arbeitslosigkeit bei den Männern in den Branchen Hilfsberufe, Metall- /Elektroberufe und Bau am höchsten.

Villach und Feldkirchen haben die meisten Lehrstellensuchenden

Beim AMS werden derzeit 2.000 Jugendliche als arbeitslos geführt. Der Wert stieg 26,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Am stärksten betroffen sind davon Jugendliche in den Branchen Fremdenverkehr, Handel und Metall-/Elektroberufe.

Auch gab es im Juli 2020 insgesamt 811 Lehrstellensuchende, also um 9,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat 2019. Prozentual sind die Lehrstellensuchenden in Villach und Feldkirchen am stärksten gestiegen. Kärntenweit gibt es 485 offene Lehrstellen, um 34 gemeldete Lehrstellen mehr als im Vorjahresmonat. Starke Zunahme bei der Nachfrage von Lehrlingen verzeichnet vor allem die Branche Handel.

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