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Wirtschaft - Kärnten
SYMBOLFOTO © pixabay.com

4. Corona-Baugipfel:

Weiterhin Lehr­lings­mangel in der Kärn­tner Bau­branche

Kärnten – Erhöhte Investitionsvolumina, kommunales Bauprogramm, Sanierungsoffensiven im Bereich der Wohnbauförderung oder Impulse für Investitionen im Tourismus: Das Spektrum an Maßnahmen zur Bekämpfung von Covid-19-Auswirkungen auf die für die Kärntnerinnen und Kärntner so wichtige Baubranche ist umfangreich.

 2 Minuten Lesezeit (297 Wörter)

Zum vierten Mal fand digital ein Corona-Baugipfel statt. Dabei betonte LHStv.in Gaby Schaunig: „Die enge Kooperation und der konstante Austausch ermöglichen uns, flexibel zu reagieren und Kärnten für die Kärntnerinnen und Kärntner zukunftsfit zu halten.“ Die gezielt auf die Kärntner Baubranche abgestimmten Maßnahmen greifen bereits nachhaltig.

Schnupperpraktika für angehende Lehrlinge

Die optimistische Stimmung der Vertreterinnen und Vertreter der Kärntner Baubranche wird primär durch die ausbleibenden Bewerbungen angehender Lehrlinge getrübt. Nach wie vor ist in vielen Betrieben kein Recruiting-Verfahren für die freien Lehrstellen möglich, auch Schnupperpraktika wurden kaum in Anspruch genommen. „Unter www.lehre.jetzt können sich Interessierte für ein Schnupperpraktikum in allen Berufen von Bau- und Baunebengewerbe anmelden. Ich appelliere an Eltern und Jugendliche, die sich für die Baubranche interessieren, diese einzigartige Chance wahrzunehmen“, so Lehrlingsreferentin Schaunig. „Eine Lehre in einem Bauberuf eröffnet ausgezeichnete Berufschancen und bietet tolle Aufstiegsmöglichkeiten“, bekräftigt Gerhard Oswald, Obmann der ARGE Bauwirtschaft.

„Ausschreibungen im Bereich Infrastruktur vorziehen“

Zentral ist für Alois Peer, MBA, Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Bau-Holz die Forderung nach einer Lehrlingsoffensive, wobei ein wesentlicher Fokus auf die Berufsorientierung und Lehre über 18 zu legen ist: „Dazu müsste etwa die Berufsschule (Kompetenzzentrum) in Völkermarkt auf den neuesten Stand gebracht und dem Bedarf angepasst werden […].“ Weiters hält Peer fest, dass sich alle Projekte der Landesregierung in den ersten beiden Quartalen 2020 positiv auf die Beschäftigung im Bau und Baunebengewerbe ausgewirkt haben. „Die Differenz zwischen dem Beschäftigungsstand Juni 2020 gegenüber Juni 2019 betrug nur mehr ein Minus von ca. 300 Beschäftigten.“ Dennoch wäre es notwendig, noch mehr Ausschreibungen im Bereich Infrastruktur vorzuziehen. Auch Architekt Gerhard Kopeinig begrüßt als Vertreter der Kammer der ZiviltechnikerInnen das umfangreiche Investitionsprogramm des Landes.

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