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Politik - Kärnten
SYMBOLFOTO © pixabay

Über 10 Stunden im Stau

Chaos an den Gren­zen: Köfer sieht „behördliches Multiorgan­versagen“

Kärnten – Heute Nacht kam es vor mehreren Grenzübergängen zum absoluten Verkehrschoas. Über 12 Stunden standen manche Autofahrer im Stau. Von vielen Seiten hagelt es scharfe Kritik für die Umsetzung der Behörden. Team Kärnten Chef Gerhard Köfer sieht in der Vorgehensweise „behördliches Multiorgan­versagen“ und fordert Konsequenzen.

 3 Minuten Lesezeit (398 Wörter) | Änderung am 23.08.2020 - 16.59 Uhr

An den österreichischen Grenzübergängen kam es in der Nacht auf den 23. August zum „Staudrama“, wir haben berichtet. Aufgrund von strengen Kontrollen mussten Reisende teils weit über 10 Stunden warten, bis sie die österreichische Grenze passieren durften. Alle Fahrzeuge mussten angehalten und durch ein Formular registriert werden. Von vielen Seiten hagelt es nun scharfe Kritik für die Vorgehensweise.

„Ein noch nie dagewesenes behördliches Multiorganversagen“

Das „beispiellose nächtliche Stau-Chaos im Bereich des Karawankentunnels bei der Einreise nach Österreich“ ist für Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer sinnbildlich für ein noch nie dagewesenes behördliches Multiorganversagen: „Egal ob Bund, Land oder Bezirksverwaltungsbehörde: Es erscheint so, als würden diese Ebenen überhaupt nicht miteinander kommunizieren und jetzt versucht man sich untereinander für das Mega-Debakel den Schwarzen Peter in die Schuhe zu schieben. Egal ob Bundes- oder Landesregierung: Man fragt sich, ob diese Herrschaften beim Thema Corona auch nur irgendwas fehlerfrei und halbwegs professionell und nachvollziehbar zusammenbekommen. Die vergangene Nacht beantwortet diese Frage mit einem klaren Nein.“

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„Das Vertrauen der Bürger in die Regierungen wird durch solche Peinlichkeiten nochmals geringer“, kommentiert Team Kärnten Chef Gerhard Köfer das Verkehrschaos.

„Das Vertrauen der Bürger in die Regierungen wird durch solche Peinlichkeiten nochmals geringer“, kommentiert Team Kärnten Chef Gerhard Köfer das Verkehrschaos. - © Team Kärnten

Köfer fordert Konsequenzen

Für Köfer müsse es aufgrund der Vorkommnisse Konsequenzen geben und das auf allen Ebenen. „Diese Behördenversagen muss lückenlos und transparent aufgearbeitet werden, ohne dabei wieder ein (partei-)politisches Ping-Pong-Spiel zu veranstalten. Das Vertrauen der Bürger in die Regierungen wird durch solche Peinlichkeiten nochmals geringer“, so der Team Kärnten Chef. Wie Köfer betont, sei das Vorgehen der Bundes- und Landesregierung höchst peinlich und stümperhaft: „Scheinbar sind beide Regierungen völlig überfordert oder gar unfähig. Rücktritte sind wahrscheinlich unausweichlich.“

Nur noch stichprobenartige Kontrollen

,Wir als Behörde wurden von dieser neuen Verordnung gestern genauso überrascht wie alle anderen. Wir haben eigentlich nur über Umwege davon erfahren“, erklärt Bernd Riepan, Leiter der Bezirkshauptmannschaft Villach, im Interview mit 5 Minuten. Als „humanitär gesehen eine einzige Katastrophe“, beschreibt er die Situation. Mehr dazu hier. Um eine Entspannung vor allem am Grenzübergang Karawankentunnel zu erreichen, wird nach einer Absprache zwischen Landeshauptmann Peter Kaiser und Gesundheitsminister Rudolf Anschober seitens der Behörden ab sofort nur mehr stichprobenartig kontrolliert. Am Grenzübergang Loibltunnel hat sich die Situation mittlerweile soweit entspannt, dass kein Rückstau mehr gegeben ist.

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