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Sport - Klagenfurt
Gemeinsam wurde gestern sollte auf den Rassismus im Sport und die Notwendigkeit eines neutralen Schiedsgerichts aufmerksam gemacht.
Gemeinsam wurde gestern sollte auf den Rassismus im Sport und die Notwendigkeit eines neutralen Schiedsgerichts aufmerksam gemacht. © KK

Nach rassistischen Aussagen:

Sitzstreik: „Rassismus gehört nicht auf den Fußball­platz!“

Krumpendorf – Mannschaftssport ist meistens mit viel Leidenschaft verbunden. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass manchmal die Wogen hochgehen und es zu Auseinandersetzungen kommt. Wie der Hobby-Fußballverein FC Siewillja Klagenfurt nun aufzeigte, hat aber ein Thema nichts am Fußballplatz verloren: Rassismus. Am gestrigen Sonntag wurde ein Spiel in Krumpendorf daher mit einem Sitzstreik begonnen.

 2 Minuten Lesezeit (261 Wörter)

„Wir sind ein Hobby-Fussballverein aus Klagenfurt und spielen unter dem Namen FC Siewillja Klagenfurt in der Piccolo Kickers-Hobbyliga“, erklärt ein Spieler des FC Siewillja Klagenfurt im Interview mit 5-Minuten. Am gestrigen Sonntag trafen sie in Krumpendorf auf ihre Gegner des Vereins Rot-Weiß Klagenfurt. Anstatt sich beim Spielbeginn jedoch den Ball zu sichern, wurde gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus am Fußballplatz gesetzt.

„Nein zu Rassismus“

Rund 90 Prozent der Spieler des FC Siewillja Klagenfurt seien iranischer Herkunft, erklärt der Spieler gegenüber 5-Minuten. Bei einem der vergangenen Spiele sei es leider zu einem Zwischenfall gekommen. Ein Zuseher hatte rassistische Aussagen getätigt. „Wir wollten nach diesen Aussagen ein neutrales Schiedsgericht haben. Deshalb haben wir einen Antrag an den Liga Vorstand gestellt“, so der FC Siewillja-Spieler. Bis heute sei jedoch „noch nichts passiert“, daher wurde die „Nein zu Rassismus“-Aktion ins Leben gerufen.

Sitzstreik beim Anpfiff

Beim gestrigen Spielstart in Krumpendorf um 14 Uhr wurde nicht, wie gewohnt, um den Ball und den ersten Schuss aufs Tor gekämpft. Stattdessen nahmen die Spieler beider Mannschaften auf dem Feld Platz und hielten Anti-Rassismus-Zettel in die Höhe. „Wir wollen dadurch als Hobby Fussball-Verein FC Siewillja Klagenfurt ein klares Zeichen setzen, dass so etwas nicht auf einen Fussball-Platz gehört“, erklärt der Spieler. Ein Dank gelte auch Rot-Weiß Klagenfurt, da die Aktion von beiden Mannschaften durchgeführt wurde. Mit der Aktion sollte auf den immer wieder präsenten Rassismus im Sport und die Notwendigkeit eines neutralen Schiedsgerichts aufmerksam gemacht werden.

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