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Urteil wurde gefällt

„Hisbollah“-Prozess: Urteil lautet neun Jahre Haft

Klagenfurt – Wie berichtet, wurde einem libanesischen Staatsangehörigen zur Last gelegt, in den Jahren 2006 bis 2009 im Libanon, Mitglied der Terrororganisation "Hisbollah" zu sein.

 2 Minuten Lesezeit (251 Wörter) | Änderung am 26.08.2020 - 12.47 Uhr

Gemäß der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Klagenfurt habe der Angeklagte als Mitglied der Hisbollah, welche von der Staatsanwaltschaft als Terrormiliz eingestuft wird, entsprechende einschlägige Einschulungen des Schießens, der Bedienung von schweren Waffen, des Stürmens von Häusern sowie der Rekrutierung von jungen Männern erhalten. Der Prozessauftakt fand im Juni statt, heute wurde dieser fortgesetzt und um die Mittagszeit ein Urteil gesprochen: Neun Jahre Haft.

Als Kommandant gekämpft…

Im Juni bekannte sich der Mann nicht schuldig. Er hätte die Angaben zur Vereinigung nur gemacht, um eher Asyl zu bekommen. Immerhin wäre die Hisbollah in seiner Heimat beliebt, dass ihn diese Behauptungen später belasten könnte, darauf kam der Mann nicht. Im wurde weiter vorgeworfen, dass er Ende des Jahres 2014 als Kommandant einer mit aus 60 Kämpfern bestehenden Einheit der Hisbollah an die Grenze nach Syrien geschickt wurde, um aktiv an Kampfhandlungen teilzunehmen.

Urteil gesprochen

Darüber hinaus wurde ihm zur Last gelegt, nach seiner Flucht in Klagenfurt insgesamt mehr als  14.000 zur weiteren Unterstützung der Hisbollah Miliz gesammelt zu haben. Er betonte bisher, dass das Geld für einen Gastronomiebetrieb wäre und er deswegen floh, weil er mit der Frau seines Bruders zwei Kinder zeugte. Da ihm dieser mit dem Tod drohte, flüchtete er. Der Vorwurf der Finanzierung wurde fallengelassen.  Nun wurde am Landesgericht Klagenfurt entschieden: Der 41-Jährige wird zu neun Jahren Haft verurteilt, berichtet der ORF Kärnten. 

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