fbpx

Weitere Artikel:

21.09.2020 - 18:01Fachschule Stiegerhof wird generalsaniert21.09.2020 - 17:53Kärntner Jungbauern haben neuen Obmann21.09.2020 - 17:03Mehrere Einbrüche in Moosburger Firmen und einen Stall21.09.2020 - 16:53Arbeiter durch Stichflamme schwer verletzt21.09.2020 - 16:3650 Meter abgestürzt: Bergsteigerin tödlich verunglückt
Aktuell - Kärnten
Eine Bergung von Kriegsmaterial im Raum Plöckenpass am 18. und 19. August 2020.
Eine Bergung von Kriegsmaterial im Raum Plöckenpass am 18. und 19. August 2020. © Gunter Pusch/Bundesheer

Für Unbefugte gefährlich:

Bundesheer birgt 279 kg Munition aus dem Ersten Weltkrieg

Karnische Alpen – Vergangene Woche beendeten die Experten des Entminungsdienstes ihren Einsatz in den Karnischen Alpen im österreichisch-italienischen Grenzgebiet. In den vergangenen zwei Wochen beseitigten die Entminungsexperten insgesamt 279 kg schwere Kriegsrelikte unterschiedlichster Art aus dem Ersten Weltkrieg.

 2 Minuten Lesezeit (356 Wörter) | Änderung am 27.08.2020 - 10.34 Uhr

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner: „Unser Entminungsdienst des Österreichischen Bundesheeres ist täglich 24 Stunden bereit zu helfen. Durch ihre Expertise sorgen sie das ganze Jahr für die Sicherheit der Österreicher und Österreicherinnen. Die Entminungsdienstexperten leisten im Jahr durchschnittlich 1200 Einsätze und tragen dabei eine enorme Verantwortung für sich und die Bevölkerung.“

Sprengung am Fundort

Die Kriegsrelikte werden – wenn möglich – direkt am Fundort gesprengt. Ist dies nicht möglich, werden die Funde abtransportiert und auf einem militärischen Sprengplatz kontrolliert vernichtet. Beim Entminungseinsatz selbst wurden unter anderem drei Handgranaten, drei Granaten und darunter auch vier Luftminen mit je 60 kg, welche zu seltenen Fundstücken des Entminungsdienstes zählen.

Granaten und Minen

Der Entminungsdienst besteht aus 15 Experten, denen zur Bewältigung der Aufträge fünf Einsatzfahrzeuge zur Verfügung stehen. Im Zuge von Einsätzen wurden damit heuer bereits 104.000 Kilometer zurückgelegt. Wolfgang Korner, Leiter des Entminungsdienstes, dazu: „Gefunden werden in diesem Gebiet Granaten und Minen aus dem Ersten Weltkrieg. Auch wenn man deren Funktion und Herkunft kennt, ist jeder Einsatz für meine Mitarbeiter eine Herausforderung. Die Hausaufgaben müssen aber gemacht sein, dann ist die Gefahr abschätzbar.“ 

Verhalten bei Auffinden von Kriegsmaterial 

Ein Hantieren mit diesen Kriegsrelikten ist für Unbefugte äußerst gefährlich; sie sollten unter keinen Umständen berührt werden. Wird ein Objekt gefunden, dessen Herkunft und Beschaffenheit verdächtig erscheint, sollte man unverzüglich die nächste Polizeidienststelle kontaktieren. In weiterer Folge werden die Mitarbeiter des Entminungsdienstes des Bundesheeres angefordert, die das Kriegsrelikt entschärfen und sicher abtransportieren. 

Entminungsdienst des Bundesheeres 

Auch 75 Jahre nach Kriegsende werden jedes Jahr immer noch viele Tonnen an Kriegsmaterial in Österreich gefunden. Von Anfang 2020 bis heute wurden durch den Entminungsdienst bundesweit rund 800 Einsätze zur Entschärfung, Bergung und zum Abtransport von Kriegsrelikten durchgeführt. Dabei handelt es sich um insgesamt 14 Tonnen Kriegsmaterialien verschiedenster Art, von der Infanteriemunition über Handgranaten bis zur Fliegerbombe. Zu den Fundorten zählen Seen und Flüsse ebenso wie Waldgebiete, bebautes oder alpines Gelände. Diese Kriegsrelikte sind höchst gefährlich und sollten unter keinen Umständen berührt werden

Kommentare laden
ANZEIGE