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Wirtschaft - Villach
Wolfgang Ranninger leitet und koordiniert die Bauarbeiten im Umspannwerk.
Wolfgang Ranninger leitet und koordiniert die Bauarbeiten im Umspannwerk. © Michael Stabentheiner

Für neues Umspannwerk:

Aufwendige Reise: 64 Meter langer Spezial­trans­port nach Kärnten

Fürnitz – Austrian Power Grid (APG) und Kärnten Netz GmbH (KNG) bauen derzeit in Fürnitz bei Villach das drittgrößte Umspannwerk (UW) Kärntens. Ende August wurden die wichtigsten Elemente für die Anlage geliefert: Zwei 220/110-kV-Transformatoren. Der sehr aufwendige Transport erfolgte per Schiff, Bahn und ferngesteuertem Spezialfahrzeug.

 3 Minuten Lesezeit (395 Wörter)

Sie wiegen je 230 Tonnen, sind über zehn Meter lang und können nur mit einem Sondertransporter bewegt werden. Die Rede ist von zwei Transformatoren. Erst mit ihrer Hilfe können die unterschiedlichen Spannungsebenen im Umspannwerk Villach miteinander verbunden und damit elektrische Energie zwischen den Netzen von APG und KNG übertragen werden. „Das ist die Voraussetzung dafür, dass wir den Strom aus dem österreichweiten APG-Netz zu den regionalen Kärntner Stromleitungen der KNG weiterleiten können“, erläutert Wolfgang Ranninger, der die Bauarbeiten im Umspannwerk der APG leitet und koordiniert.

Lange Reise

Die Transformatoren haben eine lange Reise hinter sich gebracht, gelangten zunächst mit dem Schiff vom Herstellungsort in den Niederlanden über die Wasserstraßen von Rhein, Main und Donau nach Linz. Weiter ging es für jeden Stromriesen einzeln mit einem 64 Meter langen Spezialtransport der Bahn Richtung Süden über die Alpen bis nach Kärnten.

„Die letzte Etappe dauerte drei Stunden“

Eine besondere Herausforderung stellten die letzten fünf Kilometer durch das Ortsgebiet Fürnitz bis zum Fundament im Umspannwerk Villach dar: „Für die Ortsdurchfahrt und die enge, steile Schwerlastzufahrt mit S-Kurve wurden die zehn Meter langen Trafos am Bahnhof jeweils auf ein ferngesteuertes Spezialfahrzeug, einen sogenannten Selbstfahrer überstellt,“ beschreibt Ranninger. Im Schritttempo navigierte ein Techniker der Transportfirma das äußerst wendige Gefährt mit 48 Rädern sicher an seinen Bestimmungsort. Ranninger: „Diese letzte Etappe dauerte drei Stunden. Auf ihrer knapp einmonatigen Transportreise legten die Trafos eine Wegstrecke von insgesamt rund 1.600 Kilometern zurück.“

Präzise Rangierarbeit

Am 25. August und am 1. September 2020 wurden die Transformatoren im Umspannwerk jeweils innerhalb von vier Stunden präziser Rangierarbeit auf ihr Fundament gesetzt. „In Betrieb genommen werden die hochmodernen Anlagenteile […] Anfang nächsten Jahres,“ weiß Ranninger.

Inbetriebnahme ist für das Frühjahr 2021 geplant

Derzeit gibt es in Kärnten zwei große 220/110-kV-Knotenpunkte zwischen dem österreichweiten Stromtransportnetz der APG und dem Landesverteilnetz der KNG: die APG-Umspannwerke Malta im Mölltal und Obersielach bei Völkermarkt. Ranninger: „Mit der Anlage in Fürnitz kommt im Kärntner Zentralraum ein dritter Knoten dazu. Die Bauarbeiten befinden sich derzeit im Endspurt, die Inbetriebnahme ist für das Frühjahr 2021 geplant. APG und KNG investieren in Summe 80 Millionen Euro.“

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Am 25. August bzw. am 1. September wurden die Trafos auf ihr Fundament gesetzt.

Am 25. August bzw. am 1. September wurden die Trafos auf ihr Fundament gesetzt. - © Michael Stabentheiner

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