fbpx

Zum Thema:

29.09.2020 - 20:00Gemeinde­rätin kritisiert: Präsenz­lehre müsse hinter­fragt werden29.09.2020 - 17:58Sitzgarten-Ent­gelte werden bis Juni 2021 aus­gesetzt29.09.2020 - 16:24Westschule be­kommt eine „Kiss & Go Zone“29.09.2020 - 15:38Auf stadt­eigenen Dächern wird bald „grüner Strom“ pro­duziert
Wirtschaft - Klagenfurt
© 5min.at

Gutachten

Flughafen Klagen­furt: KBV will zwei­tes Gutachten für umstrittene Grund­stücke

Klagenfurt – Laut einer aktuellen Presseaussendung bereitet das Land Kärnten eine zweite Bewertung der nicht betriebsnotwendigen Grundstücke am Flughafen Klagenfurt vor. Ein Gutachten aus dem Jahr 2015 war von einem Wert von 28 Mio. Euro ausgegangen. Das Zweit-Gutachten könnte nun zur Folge haben, dass die Grundstücke deutlich weniger wert werden.

 2 Minuten Lesezeit (264 Wörter)

Wie das Monatsmagazin „Kärntner MONAT“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, bereitet das Land Kärnten eine zweite Bewertung der nicht betriebsnotwendigen Grundstücke am Flughafen Klagenfurt vor. Die Grundstücke, es handelt sich um Dutzende Hektar Land, sind seit der Übernahme von 74,9 % des Flughafens durch den Immobilien-Investor Franz Peter Orasch Gegenstand heftiger Spekulationen.

Neues Gutachten könne Grundstückswert senken

Ein Gutachten aus dem Jahr 2015 war von einem Wert von 28 Mio. Euro ausgegangen. Das Zweit-Gutachten könnte nun zur Folge haben, dass die Grundstücke deutlich weniger wert werden. Was mitunter auf das Konto des Steuerzahlers ginge.  Warum ausgerechnet die Kärntner Beteiligungs-Verwaltung (KBV), sie hält die Landesanteile und vertritt die Interessen der Öffentlichkeit, dieses Zweit-Gutachten beauftragen will, ist nicht ganz klar: Die Liegenschaften befinden sich im Besitz der Kärntner Flughafen Betriebsgesellschaft (KFBG).

Möglicher Fehler bei Beihilfen

Auch ein eventueller Fehler des Landes könnte das Duell zwischen der KBV und Orasch um die Erweiterung seiner Flughafen-Anteile zuspitzen: Wie der MONAT herausfand, kritisiert der Rechnungshof (RH) das Land Kärnten in einem Vorab-Bericht deutlich. Das Land habe „seine Ansprüche am Rückflussbetrag (von Fluglinien-Beihilfen, Anm.) nicht vertraglich festgelegt“. In den 2000er Jahren zahlte das Land Kärnten Millionen an Billig-Fluglinien, damit die ihre Passagiere nach Kärnten schipperten. Dann verbot die EU die Beihilfen. Fazit: Die Fluglinien mussten 12,67 Mio. Euro zurückzahlen. Und genau die würden nun in der Luft stehen. Für den Fall, dass sie bei der KFBG „hängen“ bleiben, hätte Orasch als 74,9-Prozent-Eigentümer ein zusätzliches Verhandlungsargument im Poker um den Flughafen.

Kommentare laden
ANZEIGE