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Leute - Kärnten
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,,Davor braucht man keine Angst haben"

Typisierung zur Stammzellen-Spende: ,,Ich möchte Leben retten“

Kärnten – Letzten Freitag machte sich eine unserer Redakteurinnen aus Klagenfurt auf den Weg, um sich in Spittal für die Stammzellen-Spende typisieren zu lassen. Ihre Erfahrungen zeigen: ,,Es tut nicht weh, es kostet dich nur ein paar Minuten deiner Zeit und man kann ein Menschenleben damit retten", resümiert sie.

 3 Minuten Lesezeit (468 Wörter) | Änderung am 03.09.2020 - 11.55 Uhr

Am Freitag, dem 28. August gab es die Möglichkeit sich für eine Stammzellen-Spende typisieren zu lassen. Eine unserer Redakteurinnen war neugierig, wie das funktioniert und sie war positiv überrascht. ,,Eines ist klar, man braucht keine Angst davor haben“, erzählt sie. Insgesamt waren an diesem Tag 218 mutige Kärntner bei der Aktion dabei. Organisiert wurde die Aktion von dem Verein ,,Geben für Leben“. Mit einer Kooperation des Vereines ,,Bildungsraum“ und in Zusammenarbeit mit dem ,,Ladies Circle“ konnte die Aktion einwandfrei über die Bühne gehen. Für alle Freiwilligen gab es auch ein einladendes Kuchenbuffet zur Stärkung.

Freundlicher Empfang

Als unsere Redakteurin Caro bei der Typisierungsaktion eintraf, wusste sie noch überhaupt nicht, was auf sie zukam. ,,Ich wollte unvoreingenommen auf die Sache zugehen. Ich habe mich zwar vorher erkundigt, was ich mitbringen soll und ob man z.B was gegessen haben sollte oder nicht, aber ich musste im Vorfeld rein gar nichts beachten“, erzählt sie uns. Vor Ort wurde sie gleich freundlich begrüßt und ihr wurde erklärt was zu tun ist.

Der Ablauf: ,,Es hat mich insgesamt sieben Minuten meines Lebens gekostet“

,,Zuerst habe ich mir ein Formular durchgelesen, auf dem Krankheiten standen, die man nicht haben sollte, wenn man ein Spender sein will und man musste bestätigen, dass man das freiwillig macht. Danach gab ich noch meine Daten an, bekam einen Spenderausweis mit eigener Nummer und durfte auch schon spenden“, schildert sie den Ablauf.

Beim Spenden selbst wurde sie dazu aufgefordert erst den Mundraum gut mit Wasser auszuspülen und dann bekam sie zwei frische Stäbchen in die Hand gedrückt. Diese sollte sie jeweils zehnmal an der Innenseite ihrer Wangenflächen reiben. Anschließend wurden die Stäbchen vorsichtig in einem sauberen neuen Kuvert verpackt. ,,Das war schon der ganze Zauber. Es hat nicht wehgetan“, lacht sie, als sie uns davon erzählt.

Ich habe mich typisieren lassen. Und weiter?

,,Wenn ich als Spenderin infrage komme, werde ich informiert“, erklärt sie. Sollte dieser Fall eintreffen, würde sie sich nochmal einer gründlichen ärztlichen Untersuchung unterziehen und erst dann geht es wirklich los. ,,Man muss sich dann fünf Tage lang ein Sekret spritzen, dass die Stammzellenbildung anregt. Die Stammzellen wandern ins Blut und können dann ‚abgepumpt‘ werden. Das dauert dann ca vier Stunden“, informiert Caro uns. Nur wenn es um sehr junge Kinder geht, für die man spenden könnte, wird mit einer kleinen Operation Knochenmark aus der Hüfte entnommen. ,,Und dann hat man quasi ein Leben gerettet oder es zumindest verbessert“, freut sich unsere Redakteurin. Sie ist froh, dass sie die Chance wahrgenommen hat und sie würde es jederzeit wieder tun.

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