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In der Kunstfabrik S in Velden bereichern ganz besondere Tiere den Alltag der Kunden und der Besitzerin.
In der Kunstfabrik S in Velden bereichern ganz besondere Tiere den Alltag der Kunden und der Besitzerin. © Kunstfabrik S

Menschen mit einem Herz für Tiere:

Blinde Katzen bereichern Arbeitsplatz in Velden

Velden am Wörthersee – Haustiere tun der Seele gut – auch am Arbeitsplatz. In der Kunstfabrik S in Velden begrüßen ein paar ganz besondere Tiere die Kundinnen und Kunden. "Für sie ist es eine ganz neue Erfahrung, wenn sie von zwei Katzen beobachtet werden und feststellen, dass diese gar keine Augen haben", erzählt die Inhaberin Manuela Schrattenecker. Zwei der Katzen sind nämlich blind und werden in der Kunstfabrik liebevoll umsorgt.

 3 Minuten Lesezeit (429 Wörter) | Änderung am 07.09.2020 - 08.31 Uhr

Die Katzen „Mimi“ und „Luna“ sind blind und kommen aus dem Tierheim, wie ihre Besitzerin Manuela Schrattenecker von der Kunstfabrik S in Velden im Gespräch mit 5-Minuten erzählt. Doch nicht nur die zwei blinden Katzen laufen dort herum: Insgesamt gibt es in der Kunstfabrik S drei Katzen und zwei Enten, die im Kurzzentrum für Kunst- und Kreativkurse zuhause sind.

Ein Zuhause für ganz besondere Tiere

„Bis jetzt haben die Kunden durchwegs positiv auf die Katzen und Enten reagiert. Jedoch ist es für den ein oder anderen eine ganz neue Erfahrung, wenn sie von zwei der Katzen beobachtet werden und bei genauerem Betrachten feststellen, dass diese gar keine Augen haben“, so Schrattenecker.

Katzen aus misslichen Lagen gerettet

„Luna“ ist eine Rassekatze „Russisch Blau“ und komme, so die Besitzerin, aus einer Qualzucht aus Deutschland, welche durch Behörden vor einigen Jahren aufgelöst wurde. Die Katze war damals sechs Monate alt und hatte nur ein Auge. Das Auge war bereits erblindet und versursachte aufgrund eines Glaukoms große Schmerzen, weswegen es entfernt werden musste. „Mimi“ wurde als Baby im Tierheim abgegeben und war zu diesem Zeitpunkt bereits blind. Der Tierarzt vermutete, dass es durch eine Infektion zu der Erblindung kam. Dass „Mimi“ blind ist, halte sie jedoch nicht auf. „Heute fängt sie mehr Mäuse und kleine Schlangen als unser dritter im Bunde, unser Mogli“, so Schrattenecker. „Mogli“ wurde als Baby zusammen mit seinen Geschwistern im Wald ausgesetzt. „Wir haben ihn als einzigen Überlebenden gefunden und bei uns aufgenommen“, erzählt sie.

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Mogli wurde als Baby zusammen mit seinen Geschwistern im Wald ausgesetzt. - © Kunstfabrik S

„Große Bereicherung und Inspiration“

Alle drei Katzen halten sich im Arbeitsbereich der Kunstfabrik S auf, dürfen jedoch auch ins Freie in einen großen eingezäunten Bereich. „Auch ich empfinde die Katzen für den Arbeitsalltag als große Bereicherung und Inspiration. Trotz ihres Handicaps sind Mimi und Luna jeden Tag voller Energie, Freude und Tatentrang“, so Schrattenecker. Mit ihrem ausgeprägten Gehörsinn und ihren Schnurrhaaren würden sich die Katzen wunderbar zurechtfinden. So manch ein Kunde merke am Anfang gar nicht, dass sie vollkommen blind sind, so sicher bewegen sie sich, laut ihrer Besitzerin. Schratteneckers Motto laute: „Ein Leben ohne Tiere ist für mich nicht lebenswert.“

Die Kunden würden im Vorfeld darauf hingewiesen werden, dass es Katzen in der Werkstätte gibt. „Bis jetzt gab es keine Probleme. Ganz im Gegenteil, für die Kunden waren die Tiere bisher immer eine große Bereicherung.“

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