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"Dieser Zug ist abgefahren"

Untermieter feierte Partys, Mieter muss nun ausziehen

Villach – Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen, heißt es bekanntlich. Ein Künstler aus Villach kann dazu eine ganz spezielle Geschichte erzählen, die nun mit einer Räumungsklage endete.

 2 Minuten Lesezeit (290 Wörter) | Änderung am 07.09.2020 - 20.06 Uhr

Von Manfred Wrussnig. Als sich ein Villacher Künstler im Vorjahr dazu entschloss, in Thailand zu überwintern, bat er einen Freund auf die Wohnung, die er von den ÖBB gemietet hatte, aufzupassen und übergab ihm den Schlüssel. Was er nicht tun hätte sollen: Denn der Untermieter missbrauchte das Vertrauen, feierte immer wieder nächtelange lautstarke Sauf- und Drogenpartys und heuer am 21. Februar, während der Künstler am thailändischen Strand lag, eskalierte daheim in Villach die Lage.

Nachbarn forderten Auflösung des Mietvertrages

Für die ÖBB war Endstation. „Es kam wieder zu massiven Alkoholexzessen und in der Wohnung kam es zu einer Überschwemmung, das Wasser drang in die Wohnung darunter ein, im WC war der Spülkasten zerbrochen, das Wasser floss in Strömen aus der  Leitung. Es bestand die Vermutung, dass der Mann, dort so betrunken war, dass er die Überschwemmung gar nicht bemerkte“, brachte der Anwalt der Bahn Günther Medweschek am Montag vor Richter Alvaro Nagl vor. Die übrigen Mieter im Haus verlangten wegen der orgiastischen Feste die Auflösung des Mietvertrages.

Räumungsklage für Künstler

Als der Villacher im Juni aus Thailand zurückkehrte, waren die Weichen von der ÖBB-Vermieterin schon gestellt und der Zug abgefahren: Räumungsklage. Richter Nagl klärte auf: „Sie sind dafür verantwortlich, wem sie den Schlüssel überlassen“. Es kam zu einem Vergleich,  bis 31. Jänner 2021 muss der Mann nun aus der Wohnung raus. Die Verhandlungskosten und die Schäden in der Wohnung muss er übernehmen. „Ich male ihnen ein Bild dafür. Mit Signatur. Im Dorotheum werden die Bilder von mir um bis zu 2000 Euro versteigert“, bot der Künstler treuherzig an. Ob die ÖBB dafür grünes Licht geben, ist abzuwarten.

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