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Entlastung für Pendler

Öffentlicher Ver­kehr: Stadtzuschlag in Villach fällt mit Schulbeginn

Villach – Jetzt ist es fix: Auch Stadtbusse in Villach können ab 14. September ohne Aufpreis mit dem Verbund-Ticket genutzt werden. Kärntens Pendler werden um bis zu 295 Euro pro Jahr entlastet. Erste Schnellbusse für Pendler starten noch im Herbst. 

 4 Minuten Lesezeit (574 Wörter) | Änderung am 09.09.2020 - 09.51 Uhr

Nach der Abschaffung des Stadtzuschlages für das Busangebot in der Landeshauptstadt Klagenfurt, welche bereits mit Mai umgesetzt werden konnte, gibt heute, Mittwoch, Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig den nächsten Schritt bekannt: „Das Verbund-Ticket gilt ab Schulbeginn auch für alle Stadtbusse in Villach. Wer künftig in die Städte Villach und Klagenfurt pendelt oder aus diesen auspendelt, kann mit einem Ticket auf alle Stadtbusse umsteigen, ohne dafür extra zu zahlen. So oft, so lange und wann man innerhalb der Gültigkeitsdauer des Verbund-Tickets will“, so der zuständige Landesrat.

Wichtige Entlastung für Pendler

Die Abschaffung des Zuschlages für die Nutzung der Stadtbusse in Villach sei, so Schuschnig, ein weiterer Schritt, um Kärntens Pendler zu entlasten und den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel attraktiver zu machen. „Denn derzeit müssen Pendler nicht nur eine Fahrkarte von ihrem Wohnort in die Städte beim Verkehrsverbund erwerben, sondern zusätzlich noch einen jährlichen Aufpreis von 295 Euro pro Jahr bezahlen, wenn sie innerhalb der Stadt Villach einen Bus nutzen wollen. Dieses System ist nicht mehr zeitgemäß“, erläutert der Mobilitätslandesrat. „Pendler sollen auch in Villach nicht mehr doppelt belastet werden“, so Schuschnig.

Bis zu 295 Euro Ersparnis

Für Fahrgäste bringe die Abschaffung eine jährliche Ersparnis von bis zu 295 Euro, Pendler zwischen Villach und Klagenfurt ersparen sich künftig sogar bis zu 590 Euro gegenüber dem Vorjahr. „Besonders für jene, die tagtäglich auf Bus und Bahn angewiesen sind, ist das eine spürbare Entlastung“, so Schuschnig und verdeutlicht: „Für einen Arbeitnehmer, der täglich mit dem Zug von Feldkirchen nach Villach zum Arbeitsplatz pendelt, wird das Jahresticket um rund ein Viertel günstiger“. Ein Student, der in Villach wohnt und in Klagenfurt studiert, kommt künftig mit einem Semesterticket ohne Extra-Zuschlag nicht nur mit der S-Bahn von Villach nach Klagenfurt, sondern auch ohne Aufpreis mit dem Stadtbus von zu Hause zum Bahnhof und in Klagenfurt den Bus direkt zur Uni.

Ab 14. September

Wirksam wird diese Maßnahme ab 14. September 2020, sie gilt für alle Jahres-, Monats-, Wochen- und Tageskarten der Kärntner Linien, die ihren Anfangs- oder Endpunkt in Klagenfurt oder Villach haben. „Täglich pendeln rund 17.000 Kärntnerinnen und Kärntner nach Villach zur Arbeit, zusätzlich pendeln rund 35.000 Personen jeden Tag nach Klagenfurt. Das zeigt, welches Potenzial wir gerade in diesen beiden Städten haben“, erläutert Schuschnig. „Wir wollen es für Pendler erleichtern, auf die Öffis umzusteigen. Dies wirkt sich auch auf den Umwelt- und Klimaschutz positiv aus.“ Die Abschaffung der Stadtzuschläge sei eine weitere Maßnahme aus dem von ihm gestarteten Reformplan für den öffentlichen Verkehr.

Schnellbus-Linien für Pendler sollen folgen

Schuschnig betont, nun müsse weiter in das Angebot investiert werden, damit Kärntens Pendler auch die passenden Verbindungen haben. Er kündigt an, noch heuer die ersten Schnellbus-Linien einzuführen, um in den nächsten Jahren die Anbindung von jenen Gebieten an die Zentren zu verbessern, die nicht vom bereits gut ausgebauten S-Bahn-Netz erfasst sind. Ebenso wurde der Stadt Villach gemeinsam mit Umweltreferentin LR.in Sara Schaar eine Unterstützung zur Angebotsverbesserung im Busverkehr von rd. 1,4 Mio. Euro zugesichert. „Schnelle überregionale Anbindungen, ein gut ausgebauter innerstädtischer Busverkehr und die Abschaffung der Stadtzuschläge in Villach in Klagenfurt sind die Basis, damit Kärntens Pendler der Umstieg möglich wird. Mit der Umsetzung des 1-2-3-Ticket der Bundesregierung wird der nächste Schritt passieren“, so Schuschnig.

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