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Ermittlungen eingestellt

Missbrauchs-Vorwürfe: Wegen Verleumdung vor Gericht

Kärnten – Im April 2020 wurden schwere Missbrauchsvorwürfe gegen einen leitenden Mitarbeiter eines Kärntner Kinderdorfes erhoben. Nun kommt es ganz anders: Der damalige Beschuldiger muss sich nun wegen Verleumdung und falscher Beweisaussage verantworten. 

 1 Minuten Lesezeit (140 Wörter) | Änderung am 12.09.2020 - 10.51 Uhr

Die Ermittlungen gegen den ehemaligen leitenden Mitarbeiter eines Kinderdorfes wurden eingestellt. Wie damals berichtet, wurde dieser im April 2020 von einem ehemaligen Bewohner beschuldigt, dass es vor neun Jahren in einem Ferienlager zu einem Übergriff gekommen sein soll. Von Anfang an wehrte sich der beschuldigte Mitarbeiter gegen diese Anschuldigungen.

Nach Streit in die Welt gesetzt

Der inzwischen 29-jährige Beschuldiger ist kognitiv beeinträchtigt. Daher regelte der frühere Kinderdorfleiter bis zu den Anschuldigungen auch dessen Finanzen. Aufgrund dessen soll es zu Streitigkeiten gekommen sein. Der Sachverwalter habe einen Wunsch des 29-Jährigen nicht erfüllt. Dieser habe daraufhin die folgenschweren Anschuldigungen in die Welt gesetzt. Anwalt Hans Gradischnig bekräftigt: „Ich war immer schon davon überzeugt, dass es sich um Verleumdung handelt.“ Auch die Berichterstattung zum Fall im Vorfeld kritisiert er. Es gilt die Unschuldsvermutung für alle Beteiligten.

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