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Interview
© KK

Positiv getestet & krank:

„Ich habe keine Ahnung, wo ich mich angesteckt habe!“

Villach – Als sich die Villacherin Hannah* (20) sehr krank fühlte, dachte sie nicht annähernd daran, dass sie am Coronavirus erkrankt war. Im Interview mit 5 Minuten Villach erklärt sie: "Ich habe keine Ahnung, wo ich mich angesteckt habe."

 4 Minuten Lesezeit (494 Wörter) | Änderung am 12.09.2020 - 11.44 Uhr

Viele Menschen haben Fragen zu Covid-19-Infektionen. Daher wollten wir wissen, wie sich die Erkrankung anfühlt, wie die Behörden vorgehen und wie der Test abläuft. Eine junge Villacherin wurde diese Woche positiv getestet – sie fühlt sich „sehr schwach und richtig krank“. 5 Minuten Lesern erzählt sie, wie sie die letzten Tage erlebt hat.

5 Minuten: Wie geht es dir gesundheitlich?

Hannah: In den ersten Tagen hatte ich richtige Fieberschübe, 38,7 Grad Celsius war der Höchstwert bisher. Es ist einfach nur schrecklich. Letzte Woche hatte ich das erste Mal Gelenksschmerzen, ich fühlte mich komplett kaputt, Fieber, Halsweh und leichter Husten folgten. Vor allem anfangs war ich wirklich außergewöhnlich niedergeschlagen, anders als sonst, wenn ich krank war. Jetzt bin ich noch schwach, komplett fertig und die Luft geht mir schnell aus. Ich war mir sicher, das muss eine Grippe sein.

5 Minuten: Wie kam es dann zu einem positiven Covid-19 Test-Ergebnis?

Hannah: Mir wurde in der Arbeit gesagt, dass ich einen Test machen sollte. Also habe ich die Corona-Hotline gewählt und am Mittwoch fuhr ich nach Klagenfurt. Bei der Teststation wurde dann der Rachenabstrich gemacht. Dabei wurde mir ein Stäbchen zweimal sehr tief in den Hals gesteckt. Es war schon etwas komisch in der Teststation. Der Mitarbeiter war komplett in Schutzausrüstung gekleidet, es war ein beklemmendes Gefühl hier zu sein. Der Test an sich hat sich nicht unbedingt angenehm angefühlt, weil das Stäbchen so weit in den Rachen gesteckt wird.

5 Minuten: Wie lange musstest du auf das Testergebnis warten?
Hannah: Nur einen Tag. Vorgestern, am Donnerstag (Anm.: 10. September,) wurde mir das positive Ergebnis telefonisch vom Magistrat mitgeteilt. Ich war sehr überrascht. Derzeit ist es so, dass sich oft Mitarbeiter vom Gesundheitsamt, vom Magistrat oder der Amtsarzt selbst melden, um beim Contact-Tracing ganz sicher zu gehen. Ich musste eine Liste von Kontaktpersonen erstellen und eines muss ich echt sagen, die Behörden sind sehr genau, denn alle Personen wurden sofort kontaktiert. Mein Partner wird auch getestet. Wir warten jedoch noch auf sein Ergebnis. Er hat auch eine Kontaktliste erstellt, denn er gilt seitens der Behörden als Hochrisiko-Kontaktperson.
5 Minuten: Wie geht es nun weiter?

Hannah: Also bis 18. September muss ich fix zu Hause bleiben. Ich weiß es nicht genau, aber ich gehe davon aus, dass ich dann nochmals getestet werde. 

5 Minuten: Wo hast du dich angesteckt?

Hannah: Ganz ehrlich, darüber denke ich schon seit Tagen nach. Ich habe keine Ahnung, wo ich mich angesteckt habe. In meinem Kurs waren einige, die verkühlt waren. Ansonsten möglicherweise beim Mittagessen in der Stadt. Ich war weder irgendwo im Urlaub, noch kenne ich sonst eine Covid-19 positiv getestete Person in meinem Umfeld.

Sechs Neu-Infektionen (drei im Bezirk Feldkirchen, jeweils einer in den Bezirken Klagenfurt-Land, Spittal und Wolfsberg) wurden heute, am Samstagvormittag, gemeldet. Zwei Personen sind inzwischen genesen. Damit gibt es derzeit 39 infizierte Personen in Kärnten.

*Name von der Redaktion geändert.

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