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Wirtschaft - Villach
Gemeinsam sicher: Jungunternehmer Christian Aichner und V-Club-Junior-Chefin Larissa Ouschan.
Gemeinsam sicher: Jungunternehmer Christian Aichner und V-Club-Junior-Chefin Larissa Ouschan. © www.healthtrace.at

Villacher Jungunternehmer entwickelt QR-Code-Lösung:

„Immer mehr Betriebe steigen auf digitale Gästeliste um“

Villach – Viele Unternehmen haben in Zeiten wie diesen Angst vor dem Ernstfall: Ein Covid-19-Verdachtsfall reicht aus um medial in den Schlagzeilen zu kommen, dem folgt meist ein Aufruf durch die Behörden an alle Gäste sie mögen ihre Symptome beobachten oder sich gar Testen lassen. Ein Villacher Jungunternehmer will Betriebe bei der Datenerfassung ihrer Gäste unterstützen: Anonym, diskret und schnell – mittels QR-Code.

 4 Minuten Lesezeit (546 Wörter)

Wer in Villach die V-Lounge in der Bruno-Kreisky-Straße besucht, wundert sich vielleicht über die zahlreichen QR-Codes die an Tischen, Bowlingbahnen oder im Eingangsbereich angebracht sind. Junior-Chefin Larissa Ouschan möchte, dass sich ihre Gäste sicher fühlen können: „In Deutschland werden gesetzlich Gäste beim Betreten des Lokals mit den wichtigsten Kontaktdaten registriert – meist durch Ausfüllen eines Zettels. Im Covid-19 Verdachtsfall solle so jeder Besucher schnellstmöglich informiert werden“, schildert sie. „Wir haben mit der Webapp Healthtrace und mit Christian Aichner einen Partner gefunden, der dies unkompliziert lösen kann. Unsere Gäste können sich freiwillig über einen QR-Code registrieren,“ ist Ouschan begeistert.

Kampf der Zettelwirtschaft

„Die Idee dazu kam in Deutschland, als ich nach einem Kundentermin ein Kaffeehaus besuchte. Die Kellnerin hielt mir einen Zettel vor, bei welchem ich alle Daten bekanntgeben musste“, erklärt Christian Aichner, Entwickler der Webapp Healthtrace. Die Datenbekanntgabe mit allen wichtigen Informationen auf einem Zettel war für den Jungunternehmer, der vor kurzem die InspireMedia GmbH gründete, ein Denkanstoß die Registrierung schneller, einfacher und wesentlich diskreter durchzuführen. „Gäste, die sich bei uns anmelden, führen dies mit einem QR-Code, der am Tisch angebracht ist durch. Die freiwillige Anmeldung geht über Facebook, Google oder durch Dateneingabe der Mailadresse und des Namens. Damit ist für unsere Partnerbetriebe ein Contact-Tracing im Verdachtsfall schnell und unkompliziert möglich. Alle Daten liegen digital, gesichert und DSGVO-konform auf und werden der Behörde weitergegeben,“ schildert der Villacher.

Kostenlos testen

Die Verschärfungen der Bundesregierung könnten bei steigenden Corona-Zahlen auch zur gesetzlichen Verordnung für die Erfassung von Gästen, wie am Beispiel in Deutschland, sorgen. „Wir setzen mit unserer Webapp Healthtrace aber auf Freiwilligkeit der Gäste. Der Vorteil für den Betrieb liegt auf der Hand, da im Verdachtsfall bis hin zur Tischnummer oder zum Raum des Betriebes eine Rückverfolgung stattfinden kann. Alles digital und ohne Papierkram“, erklärt der Jungunternehmer. Betriebe können sich unter www.healthtrace.at kostenlos registrieren und das System auch Testen: „Die ersten 100 Gäste-Erfassungen sind gratis. Wenn das System den Betrieb begeistert, rechnen wir je Registrierung 8 Cent ab.“ Die Daten der Gäste werden bei der Registrierung übrigens mit einem Zeitstempel versehen und innerhalb von 30 Tagen automatisch gelöscht.

Österreichweit im Einsatz

Wenn es um die Betriebe geht, die Healthtrace bereits nutzen, gibt sich Aichner im Zuge des Datenschutzes verschwiegen: „In Villach haben wir mit der V-Lounge einen Partner der auf unsere Dienstleistung bereits umfassend zurückgreift. Wir sind österreichweit mit unserer Lösung im Einsatz, auch aus Deutschland haben sich dieses Wochenende bereits Betriebe registriert. Immer mehr Betriebe steigen im Sinne eines raschen Contact Tracings auf digitale Gästelisten um.“ Einige Anfragen drehen sich laut Aichner aber vor allem um individuelle Lösungen für Betriebe: „Einer unserer Kunden möchte österreichweit seine Büros auf 10 Standorten mit unserer Software erfassen. Besprechungsräume, Empfang etc. sollen hier mit einer eigenen Lösung mit Branding umgesetzt werden.“ Die freiwillige digitale Gästeerfassung ist laut Aichner demnach nicht nur ein Thema für die Gastronomie, sondern „auch für andere Branchen ein immer wichtigeres Thema. Vor allem Betriebe mit höherer Kundenfrequenz wie Fitnesscenter können unsere Webapp nutzen.“

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