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Thema "Chancengleichheit"

Menschen mit Be­hinderung: Ge­lebte Inklusion in der „Stadt­werk­statt“

St. Veit – Im Zentrum der Stadt St.Veit/Glan ist für Menschen mit Behinderung ein Arbeitsplatz der ganz besonderen Art entstanden: die sogenannte „Stadtwerkstatt“. Diese beinhaltet einen Verkaufsshop, ein Bügelservice und einen Copy-Shop mit Grafikwerkstätte. Die große Eröffnungsfeier mit einem Tag der offenen Tür hätte schon Ende Feber stattfinden sollen, coronabedingt wird diese 2021 nachgeholt.

 3 Minuten Lesezeit (476 Wörter) | Änderung am 15.09.2020 - 12.49 Uhr

Dass die Stadtwerkstatt mit ihrem Einkaufserlebnis seit Monaten „wie geschmiert“ läuft – davon haben sich heute, Dienstag, dem 15. September 2020, die Projektpartner vor Ort überzeugen können. „Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt zu integrieren, ihnen eine Beschäftigung zu geben, ist eine der zentralen Aufgaben im Bereich der Chancengleichheit“, betonte Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner. Tatsächlich aber sei die berufliche Integration ein Thema, das sich als eine der größten Herausforderungen herausstellen würde.

Warum ist es eine Herausforderung?

„Weil Skepsis und Unsicherheiten vorhanden sind. Gerade deshalb finde ich es so wichtig, offene Beschäftigungskonzepte, wie jenes der Stadtwerkstatt in St. Veit, umzusetzen, damit in der direkten Begegnung diese Unsicherheiten abgebaut werden können“, sagte Prettner. „Dass im direkten Kundenkontakt auch die soziale Komponente zum Tragen kommt, ist ein ganz besonders erfreulicher Mehrwert, den die Stadtwerkstatt mit sich bringt. Ich freue mich für die Mitarbeiter und wünsche Ihnen viele gute Geschäfte‘“, so die Sozialreferentin.

Landesrat Martin Gruber hat bereits vorab die LEADER-Förderzusage für das Projekt überreicht und dabei einen Blick in die Stadtwerkstatt geworfen. „Der Diakonie de La Tour ist mit dieser Beschäftigungswerkstätte ein großartiges Projekt gelungen, das Menschen verbindet und hilft, Berührungsängste gegenüber Menschen mit Behinderungen abzubauen. Mit der Stadtwerkstatt werden wertvolle Arbeitsplätze in der Innenstadt geschaffen. Aber es wird auch gezeigt, wie man Inklusion lebt“, freute sich der zuständige Referent für Orts- und Regionalentwicklung.

Ein wichtiger Beitrag zur Belebung des Stadtzentrums

Auch die Region selbst soll von der Stadtwerkstatt der Diakonie de La Tour profitieren. „Wir freuen uns, dass damit ein wichtiger Beitrag zur Belebung des Stadtzentrums geleistet wird und hoffen natürlich, dass das vielfältige Angebot die Menschen in die Innenstadt zieht“, so Andreas Brandstätter, Geschäftsführer des Regionalmanagements Mittelkärnten.

Das Angebot der Stadtwerkstatt ist reichhaltig: Im Verkaufsshop gibt es neben Töpferwaren, Filz- und Holzprodukten selbstgemachte Nudeln und Buchteln aus der Küche:WAIERN. Saisonal wird es Bio-Gemüse und Gemüseprodukte geben. Direkt vor Ort stellen die Klientinnen und Klienten selbst Kerzen her, die ebenfalls im Shop erhältlich sind. Ein besonderes Highlight sind die Dienstleistungen. „Unsere Grafikwerkstätte und der Copy-Shop gestalten und produzieren verschiedene Drucksorten. Und wir bieten einen Bügelservice an“, so Daniela Grünkranz, Leiterin der Stadtwerkstatt.

Förderung einer inklusiven Gesellschaft

Zwölf Klientinnen und Klienten sind bereits seit Februar in der Stadtwerkstatt beschäftigt. Das Konzept hat einen offenen Charakter. Dabei entstehen unmittelbare Berührungspunkte zwischen der regionalen Bevölkerung und Menschen mit Behinderungen. Diese Zone der Begegnung und des Austausches trägt maßgeblich zur Förderung einer inklusiven Gesellschaft bei. Die Investitionskosten für das Projekt werden im Rahmen des LEADER-Programms gefördert. Die Regionalentwicklung kärnten:mitte hat das Projekt gemeinsam mit der Diakonie de La Tour initiiert und unterstützt bei der Abwicklung.

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