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Im Zuge von Sanierungsarbeiten wurden am Samstag über 20 verschiedene Chemikalien und diverse Gifte ausgegraben. 
Im Zuge von Sanierungsarbeiten wurden am Samstag über 20 verschiedene Chemikalien und diverse Gifte ausgegraben.  © HFW Villach

Chemieeinsatz in Landskron:

Chemikalien- und Gift­behälter in Lands­kron ge­borgen

Landskron – Über 20 verschiedene Chemikalien und diverse Gifte wurden am Samstag, dem 19. September 2020, kurz nach 14 Uhr, in Landskron ausgegraben und gesichert. Im Einsatz standen die Hauptfeuerwache Villach, die Feuerwehr Landskron und die FF Zauchen. 

 3 Minuten Lesezeit (397 Wörter) | Änderung am 19.09.2020 - 21.04 Uhr

Im Zuge von Sanierungsarbeiten wurden im Bereich der Terrasse eines  Einfamilienwohnhauses Grabungsarbeiten  durchgeführt, als plötzlich eine starke Rauchentwicklung aus der Erde quoll.  Diese Rauchentwicklung  nahmen Landskroner Feuerwehrkameraden wahr, welche in der unmittelbaren Nachbarschaft beim Feuerwehrhaus  Wartungsarbeiten tätigten. Sofort eilten einige Feuerwehrkameraden zum Einsatzort und evakuierten den Bereich um die Ausgangsstelle, da ein ortsunüblicher und stechender Geruch wahrgenommen wurde.

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Rasch haben Landskroner Kameraden richtige Erstmaßnahmen eingeleitet.

Rasch haben Landskroner Kameraden richtige Erstmaßnahmen eingeleitet. - © HFW Villach

Ausgangsstelle mit Schotter zugedeckt

Als die Hauptfeuerwache Villach an der Einsatzstelle eintrafen, wurde einerseits ein Schadstoffmeßgerät und andererseits ein Erkundungstrupp mit Atemschutz und Schutzbekleidung in die Baugrube geschickt. „Geistesgegenwärtig haben die Landskroner Feuerwehrkameraden die Ausgangsstelle mit einigen Schaufeln Schotter zugedeckt und so die Reaktion der unbekannten Chemikalie verringert“, erläutert HBI Harald Geissler Kommandant der Hauptfeuerwache Villach.

Chemiebereitschaft des Landes Kärnten verständigt

Nachdem über die Leitstelle Villach die Chemiebereitschaft des Landes Kärnten verständigt wurde,  begann ein  Atemschutztrupp die im Boden eingegrabenen Chemikalien händisch auszugraben und nach Verpackungsart und der chemischen Zusammensetzung  zu trennen.  Über 20 verschiedene Chemikalien darunter Flußsäure, Schwefelsäure, Phosphor  und diverse Gifte wurden nach und nach ausgegraben und gesichert abgestellt. Ein weiterer Trupp erkundete den unmittelbar angrenzenden Keller und stellte dort eine massive Beeinträchtigung durch den Chemiedampf fest.

Chemikalien- und Giftbehälter geborgen

Nachdem sämtliche Chemikalien- und Giftbehälter geborgen wurden, grub ein Baggerfahrer unter Sicherung den Bereich um die Fundstelle behutsam auf, um den Nahbereich auf weitere Altlasten zu untersuchen. Da keine weiteren Gefahrstoffe ans Tageslicht traten, wurden in Absprache mit dem Landeschemiker die gefundenen Gebinde in Transport- und Sicherungsbehälter der Feuerwehr verpackt und zu einem konzessionierten Entsorger gebracht. Im Anschluss wurde die Einsatzstelle und der Keller auf messbare Schadstoffe kontrolliert und frei gemessen. Nach rund 2,5 Stunden konnten die Feuerwehren die Örtlichkeit verlassen und im Rüsthaus die notwendigen Nachreinungsarbeiten  durchführen.

Gefahr rechtzeitig erkannt

Geissler: „Zusammenfassend darf bemerkt werden, dass durch das geistesgegenwärtige Handeln, der Landskroner Feuerwehrkameraden richtige Erstmaßnahmen eingeleitet und die eigentliche Gefahr erkannt wurde.“ Durch die rasche Evakuierung aus dem Gefahrenbereich sind weder die Bauarbeiter noch die Hausbesitzer mit ihren Kleinkindern durch die gefährliche Altlast verletzt worden. Im Einsatz stand die Hauptfeuerwache Villach mit dem Gefahrstoffzug, die FF Landskron und die FF Zauchen sowie der diensthabende Landeschemiker und eine Streife der Polizei Villach.

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