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Leute - Villach
VAG-Geschäftsführer Johannes Hörl:
VAG-Geschäftsführer Johannes Hörl: "Wir werden hier stark durchgreifen!" © Montage: Polizei Kärnten & Franz Neumayr

"Bisherige Maßnahmen reichen nicht mehr aus"

Alpenstraße: Ge­richt­liches Nach­spiel für GTI-„Stören­friede“

Villacher Alpenstraße – Wegen der Eskalation am letzten Wochenende folgen weitere Maßnahmen gegen die „Schwarzen Schafe“ in der GTI- und Tuningszene. Geschäftsführer der Villacher Alpenstraßen Fremdenverkehrs GmbH (VAG), Johannes Hörl - selbst geprüfter Rechtsanwalt – will nachweisbare „Störenfriede“ rechtlich zur Verantwortung ziehen.

 3 Minuten Lesezeit (443 Wörter)

Geschäftsführer Johannes Hörl beschreibt die Situation: “Es wurden Parkplätze und deren Einfahrten blockiert, es gab mehr Gummi-Gummi-Aktionen als in den Vorjahren und auch das Fahrverhalten war aggressiver und gefährlicher als je zuvor.“ Die bisherigen Notfallmaßnahmen haben offensichtlich nicht mehr ausgereicht. „Teilweise trauten sich andere Gäste aus dem In- und Ausland schon gar nicht mehr auf die Villacher Alpenstraße. Sie ‚mussten‘ vor Ort umkehren oder verlangten ihr Geld zurück. Von den Lärmbelästigungen für die anrainende Bevölkerung ganz zu schweigen. Auch das Fahrverhalten einer großen Anzahl von GTI-Fahrern war überaus gefährlich“, so Hörl. VAG-Mitarbeiter sowie zahlreiche Exekutivbeamten waren dieses Jahr an den Rand ihrer Möglichkeiten angelangt.

„Störenfriede“ rechtlich zur Verantwortung ziehen

Die VAG wird daher nachweisbare „Störenfriede“ rechtlich zur Verantwortung ziehen: „Es gibt bereits mehrere Fotos und Aufzeichnungen, die das besitzstörende Verhalten und das jeweilige Autokennzeichen gut dokumentieren. Wir werden hier stark durchgreifen. Sogar Teile der Tuningszene waren von diesen „Schwarzen Schafen“ entsetzt und senden uns Fotos und verwendbares Material, um hier gerichtlich, allenfalls auch strafrechtlich, vorgehen zu können.“

Sperren für GTI-Auffahrten wird diskutiert

Des Weiteren wurde auf Initiative der für Tourismus verantwortlichen Stadträtin Katharina Spanring, die auch Mitglied des Aufsichtsrates der VAG ist, eine Diskussion im Aufsichtsrat der Gesellschaft gestartet. Es wird daher zeitnah in den Organen der Gesellschaft ein Konzept diskutiert und erarbeitet werden, welches Stunden- und/oder tageweise Sperren für geplante GTI-Auffahrten grundsätzlich ermöglichen soll. Das letzte Wort dazu wird die Generalversammlung der VAG treffen müssen, jedoch steht ein langfristiger Imageverlust der Villacher Alpenstraße sowie das Vermeiden von Eskalationen zur Debatte.

Bushuttle für Gäste

Die Maßnahme der Sperre der Villacher Alpenstraße im entgeltpflichtigen Sommerbetrieb sollte aber jedenfalls der allerletzte Ausweg sein, denn den Gästen aus dem In- und Ausland, soll die Ausflugsstraße nur im Ausnahmefall verwehrt sein. Wir werden die in einem Gesamtkonzept verbundenen Maßnahmen diskutieren und allenfalls auch einen Bushuttle in den Stunden und/oder Tagen einer möglichen Sperre, um der regionalen Bevölkerung und den Gästen die Auffahrt auf die Villacher Alpenstraße zu ermöglichen, mitberücksichtigen.

„Eine dauerhafte Lösung für ganz Kärnten erreichen“

„Mit der Villacher Stadtregierung allen voran Bürgermeister Albel und Stadträtin Spanring sind wir dabei in enger Abstimmung. Bundesgesetzliche Maßnahmen, die eine Beschlagnahmung bzw. Stilllegung von „störenden“ Fahrzeugen möglichen machen, werden vonseiten der Gesellschaft begrüßt, insbesondere gilt es eine dauerhafte Lösung für ganz Kärnten, anstatt einer bloßen Verlagerung der Tuning-Szene zu erreichen.“, so Hörl.

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