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Wirtschaft - Kärnten
© pixabay

Wegen Corona-Regeln

Schließungs­welle droht: „Für Tanz­schulen geht es jetzt ums Über­leben“

Kärnten – Die neuen Corona-Regelungen treffen die Betreiber von Tanzschulen besonders hart. "Den Tanzschulen wird die Existenzgrundlage entzogen. Der Tanzschulbetrieb kann unter neuen Bedingungen wirtschaftlich nicht aufrechterhalten werden", so der Verband der Tanzlehrer Österreichs. 

 3 Minuten Lesezeit (409 Wörter) | Änderung am 23.09.2020 - 09.08 Uhr

Bei den Tanzschulen startet im September üblicherweise die Herbstsaison. Doch die Vorfreude auf den Start des Kursbetriebes findet jetzt ein abruptes Ende und schlägt in Verzweiflung um: Die per 21. September geltenden neuen corona-bedingten Regelungen lassen die Tanzschulbetreiber um Ihr Fortbestehen bangen. Bei den Tanzschulen herrscht völliges Unverständnis: „Wie soll sich der Betrieb einer Tanzschule rechnen, wenn pro Kurs nur 10 Personen pro Raum – also 5 Tanzpaare plus ein Tanzlehrer – zugelassen sind? Und das, obwohl die Tanzsäle im Durchschnitt eine Fläche von rund 100 m² haben? Das rechnet sich einfach nicht – und damit steht eine ganze Branche vor dem Aus“, kritisiert der Verband der Tanzlehrer Österreichs in einer aktuellen Presseaussendung.

„Es geht um die Zukunft von über 100 Tanzschulen“

Für viele Tanzschulen geht es jetzt ums Überleben – eine Schließungswelle droht.  „Eigentlich waren die Tanzschulen für die Herbstsaison vorsichtig optimistisch, aber die nun verlautbaren neuen Regelungen erschüttern uns im Mark. Den Ausfall von März bis Mitte Mai haben wir gerade noch verkraftet, aber jetzt geht es wirklich um die Zukunft der über 100 Tanzschulen in Österreich. Es ist davon auszugehen, dass einige unserer traditionsreichen Tanzschulen die Herbstsaison wirtschaftlich nicht überleben und daher zusperren werden müssen“, ist sich Dr. Klaus Höllbacher, Präsident des Verbands der Tanzschulen Österreichs, sicher.

Sicherheitskonzept habe sich bereits bewährt

Durch Schließungen der Tanzschulen, würden natürlich auch die Arbeitsplätze für die Tanzlehrer*innen unwiderbringlich verloren gehen. Dazu müsste es laut Höllbacher aber gar nicht erst kommen. „Aus unserer Sicht haben sich die mit der Wiedereröffnung vom 15. Mai bis 20. September geltenden Regelungen bestens bewährt. Zusätzlich agieren auch alle Tanzschul-Betreiber von sich aus äußerst verantwortungsvoll und setzen im Dienst der Sicherheit für die Kursteilnehmer ebenso wie für die Mitarbeiter das umfassende „Hygienekonzept-Corona“ ein“, so Der Präsident des Verbands der Tanzschulen Österreichs.

Betreiber wünschen sich Anpassung der Regelung

„Den Tanz-Betrieben wird die Existenzgrundlage entzogen“,  bestätigt auch Andy Wankmüller, Sprecher der Tanzschulen in Kärnten. Die große Befürchtung sei daher, dass einige der Tanzschulen unter diesen Umständen nicht überleben werden, so Wankmüller weiter. Deshalb wünschen sich die Betreiber eine Anpassung der Regelungen gemäß den in den vergangenen Monaten geltenden Bestimmungen: „10 m² pro Tanzpaar und die Sicherstellung, dass das Paar in einer sogenannten Hygienegemeinschaft lebt. Zusätzlich bedarf es der Sonderdotierung eines Betriebsausfallsfonds, um das Überleben der Tanzschulen zu sichern“, so Wankmüller.

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