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Wirtschaft - Kärnten
LR Fellner mit Vertretern des Landesfeuerwehrkommandos und der Wirtschaftskammer.
LR Fellner mit Vertretern des Landesfeuerwehrkommandos und der Wirtschaftskammer. © KLFV/Sticker

Für reibungslosen Ablauf:

E-Fahrzeuge: Neue Ko­operation ent­hält klare Vor­gaben zur Ent­sorgung

Kärnten – Elektro- und Hybridfahrzeuge sind mittlerweile Teil des üblichen Verkehrsaufkommens auf Kärntens Straßen. Doch Feuerwehrreferent Landesrat Daniel Fellner weiß: „Neben vielen Vorteilen bringt jede neue Technologie, trotz ausgereifter und breitgefächerter Sicherheitssysteme, auch spezifische Gefahren mit sich“.

 2 Minuten Lesezeit (342 Wörter)

Bei Elektrofahrzeugen kann es beispielsweise im Falle von weitreichenden mechanischen Beschädigungen durch einen Unfall oder hervorgerufen durch eine intensive und andauernde Brandbelastung, zu Reaktionen am Hochvolt-Akku kommen. Diese chemischen Abläufe können bis zu mehrere Wochen andauern, wobei der Akku während dieser Phase laufend Wärme und Rauch abgibt. Die Feuerwehr kann als Erstmaßnahme einen derartigen Akku-Brand stabilisieren, dann geht es um den sicheren Abtransport und die Entsorgung des Fahrzeuges.

Klare Vorgaben sorgen für reibungslosen Ablauf

Feuerwehrreferent Landesrat Daniel Fellner: „Hier war eine klare Abgrenzung zwischen der Brandbekämpfung, was die Kernaufgabe der Feuerwehr ist, und der Entsorgung von Elektrofahrzeugen, die in den Verantwortungsbereich der Entsorgungsbetriebe fällt, dringend notwendig.“ Deswegen wurde im Zuge eines gemeinsamen Termins mit Vertretern des Landesfeuerwehrkommandos und der Wirtschaftskammer am Gelände der Landesfeuerwehrschule das gemeinsame Vorgehen noch einmal konkretisiert und abgestimmt. „Kärnten geht dabei mit dem neuen Feuerwehrgesetz im Gegensatz zu anderen Bundesländern, wo einzelne Feuerwehren mit speziellen Entsorgungscontainern für e-Fahrzeuge ausgestattet werden, einen anderen Weg, nämlich den der Kooperation“, führt Fellner weiter aus.

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LR Daniel Fellner

LR Daniel Fellner - © LPD Kärnten/Walter Szalay

Zusammenarbeit wird begrüßt

Von dieser Kooperation sind auch Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Robin und Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl überzeugt. Einhellig werden die Zusammenarbeit und die Nutzung von Synergien begrüßt. Mandl hob die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Wirtschaft in Kärnten hervor: „Auch wenn man bei diesen komplexen Aufgaben nicht immer eine klare Trennlinie ziehen kann, sind wir in vielen Bereichen aufeinander angewiesen. Ich bedanke mich bei der Politik und dem Landesfeuerwehrverband für das verständnisvolle Miteinander.“

Kooperation schließt den Kreis

Die Kärntner Feuerwehren werden bereits seit vielen Jahren im Umgang mit E-Fahrzeugen geschult. Die nunmehrige Kooperation, welche auch klare Vorgaben zur Entsorgung enthält, schließt den Kreis, freut sich der Leiter der Landesfeuerwehrschule, Klaus Tschabuschnig. Auch die Kärntner Entsorgungsbetriebe werden die fachliche Beratung der Feuerwehr nutzen und das nötige Equipment, auf Basis gewonnener Erfahrungswerte, weiterentwickeln, sind sich Spartenvertreter Bruno Urschitz und Gerald Taferner einig.

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