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© Pixabay

Umweltfrage

Wann ist ein Plastik­becher sinnvoller als ein Papp­becher?

Österreich – Ein Kaffee zum Mitnehmen oder ein Bier auf dem Festival – die Österreicher trinken gerne unterwegs. Rund 8 Millionen Einwegbecher werden in Österreich jährlich verbraucht. Häufig stehen diese jedoch in der Kritik, umweltschädlich zu sein, weshalb immer öfter auf Mehrweg- und Keramik-Alternativen zurückgegriffen wird. Doch sind diese wirklich nachhaltiger?

 2 Minuten Lesezeit (314 Wörter)

Plastikbecher nachhaltiger als Keramik

Tatsächlich benötigen gängige Keramikbecher für ihre Herstellung deutlich mehr Energie als Papp- oder Plastikbecher. Und auch für ihren Transport wird aufgrund des höheren Gewichts mehr Sprit verbraucht als für die Einweg-Alternative. Dazu kommt der Wasser- und Spülmittelverbrauch beim Reinigen.

Ein typischer Plastikbecher bringt hingegen nur einige Gramm auf die Waage, was sich günstig auf Transport und Entsorgung auswirkt. Auch das Recycling ist vergleichsweise unkompliziert, solange die Becher korrekt getrennt werden. Pappbecher sind ähnlich leichtgewichtig, doch für ihre Produktion wird Holz benötigt. Außerdem besitzen sie meist eine spezielle Innenbeschichtung aus Kunststoff, weshalb sich das Recycling oft schwierig gestaltet.

Papp- oder Plastikbecher?

Generell lässt sich also festhalten, dass Plastikbecher in der Regel die umweltfreundlichste und praktischste Alternative darstellen. Besonders auf Großveranstaltungen, auf denen Keramik- und Glasscherben eine echte Gefahr darstellen würden, spart die Alternative aus Plastik Zeit und Geld – auch durch das Wegfallen der aufwändigen Reinigungsarbeit.

Handelt es sich allerdings nicht um spezielle Thermobecher, ist Plastik für Heißgetränke meist ungeeignet. Hochwertige Pappbecher mit Innenbeschichtung halten die Wärme besser im Becherinneren und schützen somit auch vor Verbrennungen.

Nachhaltige Alternative

Doch auch für die Kaffee-To-Go Becher existiert seit einigen Jahren eine nachhaltigere Alternative. Für die Produktion der Öko-Option wird ausschließlich Holz aus ökologischer Forstwirtschaft verwendet, die Innenbeschichtung besteht aus der auf Basis von Mais hergestellten Polymilchsäure (PLA). Laut des IFEU-Instituts (Institut für Energie- und Umweltforschung) wird durch die Umstellung auf PLA als Verpackungsmaterial der Verbrauch von fossilen Ressourcen um ganze 43 Prozent vermindert. Außerdem werden rund 25 Prozent weniger klimaschädliche CO2- Emissionen verursacht.

In ihrer Funktionsweise stehen die Bio-Becher normalen To-Go-Bechern in nichts nach. So lässt sie sich ebenso wie der klassische Pappbecher bedrucken und als effektives Werbemittel nutzen, ohne dabei ihren ökologischen Vorteil zu verlieren.

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