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Wirtschaft - Kärnten
LR Schuschnig hat die Beweise der Raserei sichern lassen
LR Schuschnig hat die Beweise der Raserei sichern lassen © Büro LR Schuschnig

Jetzt hagelt es Anzeigen

Anzeige gegen GTI-„Verkehrs­rowdy“: Schuschnig greift durch

Klagenfurt/ Kärnten – Immer öfter kommt es rund um die illegalen GTI-Treffen in Kärnten zu gefährlichen Verkehrssituationen. Besonders vorsätzliche Lärmbelästigung und Fehlzündungen plagen die Anrainer seit langem und stellen Behörden jährlich vor große Herausforderungen. Ein Instagram-Video hat nun Konsequenzen für rücksichtslosen Verkehrsrowdy: Verkehrslandesrat Sebastian Schuschnig bringt Anzeige ein. Seine Forderung: „Solche Raser sollen sich vor Gericht verantworten müssen!“

 4 Minuten Lesezeit (483 Wörter) | Änderung am 24.09.2020 - 11.59 Uhr

Doch damit nicht genug: „Nun kommt es durch Raserei auch in Kärnten immer öfter zu wirklich gefährlichen Situationen. Oft wird in sozialen Medien dann sogar damit geprahlt. Wir werden uns als Land wehren, denn so ein Verhalten kann auf unseren Straßen nicht toleriert werden. Es braucht eine schärfere Gangart in Kärnten. Unsere Straßen sind nicht der Wilde Westen“, so Schuschnig.

Video zeigt: Auto rast auf der Gegenfahrbahn dahin

Anlass für diese deutlichen Worte gab das Bekanntwerden eines besonders rücksichtslosen Falls von Raserei beim illegalen GTI-Treffen: „Mir liegt ein Video vor, in dem ein weißes Fahrzeug mit deutschem Kennzeichen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit, ohne jegliche Rücksicht im Dunkeln auf ein Wohngebiet zurast. Das Ganze in einer 80 km/h-Zone und auf der Gegenfahrbahn“, sagt Schuschnig.

„Nicht auszudenken was passiert, wenn plötzlich ein Kind auf die Straße rennt oder Gegenverkehr ins Spiel kommt. Das ist ein Spiel mit Leben und Tod auf Kosten anderer“, zeigt sich Schuschnig erzürnt und ergänzt: „Was da zu sehen ist, ist Wahnsinn. Jeder kann sich selbst ein Bild davon machen“, poltert Schuschnig.

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Ein Screenshot aus dem betroffenen Video.

Ein Screenshot aus dem betroffenen Video. - © KK

Schuschnig sammelte Beweise für die Anzeige

Nun greift Schuschnig selbst durch: „Ich habe die Beweise sichern lassen und bringe gegen den Lenker heute Anzeige bei den Behörden ein. Und das werde ich auch bei anderen Fällen so machen, um ein Exempel zu statuieren. Und damit klarzustellen, dass es ernst ist.“ Über Recherche beim Instagram-Kanal konnte auch das behördliche Kennzeichen des Fahrzeuges bereits ausgeforscht werden.

Der Landesrat begrüßt zwar die von der Bundesregierung angekündigten höheren Geldstrafen für Raser. „Aber“, so der Landesrat, „wer so ein Verhalten an den Tag legt, der soll sich vor Gericht verantworten müssen!“ Geldstrafen alleine seien als Abschreckung noch zu wenig. „Es braucht endlich strafrechtliche Konsequenzen für Raser und illegale Straßenrennen. Darauf werde ich am Freitag bei der Verkehrsreferentenkonferenz auch österreichweit pochen“.

„Wie es geht, zeigt Deutschland“

„Wer in Deutschland an einem illegalen Straßenrennen teilnimmt oder sich rücksichtslos und grob verkehrswidrig verhält, dem erwarten bis zu fünf Jahre Freiheitsentzug“, erläutert der Landesrat. Geregelt sei dies in Paragraf 315d des deutschen Strafgesetzbuches. Auch der Versuch eines Straßenrennens ist dort bereits strafbar.

Ebenso fordert Schuschnig rechtliche Verschärfungen bei der Abnahme des Kennzeichens. „Und das auch schon bei inakzeptablem Verhalten wie Fehlzündungen und anderem rowdy-haftem Verhalten“, sagt Schuschnig. Derzeit können neben Geldstrafen lediglich Lenkverbote für EU-Bürger verhängt werden. Auch bei Führerscheinabnahmen soll es schärfere Regeln geben. Schuschnig stellt unmissverständlich klar: „Gegen alle, die Kärntens Straßen für eine Rennstrecke halten und die Verkehrssicherheit gefährden, wird die Gangart verschärft“.

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Schuschnig fordert auch mehr Führerschein-Abnahmen.

Schuschnig fordert auch mehr Führerschein-Abnahmen. - © KK

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