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Wirtschaft - Kärnten
Wo Milch draufsteht, soll auch Milch drin sein! VÖM-Präsident Petschar appelliert an die Politik in Österreich und auf EU-Ebene
Wo Milch draufsteht, soll auch Milch drin sein! VÖM-Präsident Petschar appelliert an die Politik in Österreich und auf EU-Ebene © Kärntnermilch

Milchverarbeiter schlägt Alarm:

„Konzerne wollen Bezeichnungs­schutz für Milch kippen!“

Spittal/Drau – Kärntnermilch-Geschäftsführer und zugleich Präsident der Österreichischen Milchverarbeiter Helmut Petschar schlägt Alarm. Der Hintergrund: "Multinationale Konzerne und Lobbyisten wollen, dass auch künstlich und auf Basis billiger Substitute hergestellte Produkte als Milch bezeichnet und verkauft werden dürfen!" Petschar will den Anschlag auf "unsere Milch" verhindern und richtet sich an die verantwortlichen Politiker in Österreich und auf EU-Ebene.

 3 Minuten Lesezeit (417 Wörter) | Änderung am 24.09.2020 - 14.05 Uhr

Appell an Politik

„Damit würde nicht nur der Konsument hinters Licht geführt, sondern auch die nachhaltige Milchproduktion in Österreich und unsere Eigenversorgung mit hochwertigen Lebensmitteln gefährdet,“ zeigte sich Helmut Petschar, der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter vom dreisten Versuch schockiert und richtet an die verantwortlichen Politiker auf EU Ebene und in Österreich den dringenden Appell diesem Vorhaben entschieden entgegenzutreten.

Bezeichnungsschutz für Milch soll gekippt werden

Derzeit versuchen große, multinationale Lebensmittelkonzerne in Verbindung mit der Veganlobby und einige Tierschutzorganisationen den Bezeichnungsschutz für Milch auf EU Ebene zu kippen, indem sie versuchen, die EU-Parlamentarier zu einer Gesetzesänderung zu bewegen, durch die der Schutz für Milch fällt und auch künstlich hergestellte Produkte auf Basis billiger Substitute legal als „Milch“ bezeichnet werden dürften.

Klar ersichtlich für Konsumenten

Milch, Butter, Joghurt, Rahm und Käse sind derzeit gesetzlich geschützte Begriffe, die vom Gemelk von Tieren stammen müssen. Mit dem strengen Bezeichnungsschutz soll Missbrauch verhindert und vor allem für Konsumenten Klarheit und Sicherheit geschaffen werden. „Milch und Milchprodukte enthalten eine ausgewogene Zusammensetzung von Eiweiß, Fett und Kohlehydraten, weiters viele wertvolle Vitamine und Mineralien, z. B. Calcium. Sie sind aufgrund ihrer natürlichen Zusammensetzung ernährungsphysiologisch sehr hochwertige und außerdem streng geprüfte Lebensmittel, sie stellen einen wichtigen Teil unserer Ernährung dar. Daher kommt es auch immer wieder zu Versuchen das zu Recht gute Image der Milch auch für andere Produkte zu nutzen, was aber verboten ist,“ heißt es in einer Aussendung der Vereinigung. „Es geht der Milchwirtschaft nicht darum, pflanzenbasierte Produkte zu verbieten oder schlecht zu machen, es muss aber klar ersichtlich sein, dass diese etwas gänzlich anderes und keine Milchprodukte sind, weil ja ganz andere Inhaltsstoffe und Verarbeitungsschritte dahinterstehen,“ so Petschar.

Billige Milch-Imitate für noch mehr Gewinn

„Dies wäre ein harter Schlag gegen eine klare Kennzeichnung, es wäre dann für Konsumenten nicht mehr ersichtlich, was er kauft, aber große multinationale Konzerne könnten mit billigen Imitaten und dem guten Image der Milch ihre Gewinne weiter steigern, weil die Imitate oft viel billiger sind und höhere Spannen winken. Auf der Strecke bleiben würden dabei neben dem Konsumenten auch die Versorgungssicherheit mit sehr hochwertigen Lebensmitteln in Österreich und in der EU, weiters die gesamten zusätzlichen Leistungen, welche die Milchwirtschaft für unser Land erbringt. Bedauerlicherweise wird dieser Anschlag auf Konsumenten und Bauern auch von „scheinbar umwelt- oder tierschutzbewegten Organisationen“ aus Österreich unterstützt“, schloss Petschar.

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