fbpx

Zum Thema:

24.10.2020 - 15:17Trauriger Rekord: 3.614 Neuinfektionen an einem Tag24.10.2020 - 12:17Erstmals Literatur­preis des Landes Kärnten für Prosa ver­geben24.10.2020 - 11:37100 Millionen Euro zusätzlich für Investi­tionen in die Zukunft24.10.2020 - 11:24Contact Tracing, Lockdown & Co.: Haben wir keine deutsche Sprache mehr?
Leute - Kärnten
© Roman Macher/BKG/KK

Eine letzte Ruhestätte in der Natur

„Ein Forst des Friedens“: Naturbestattungs­anlage eröffnet

St. Georgen am Längsee – Die „Bestattung Kärnten“ eröffnete in Kooperation mit dem Bistum eine 2,5 Hektar große Naturbestattungsanlage. Bereits die siebente Natur-Ruhestätte.

 2 Minuten Lesezeit (357 Wörter)

„Es ist eine letzte Ruhestätte mitten in der Natur – mit hoher Würde, hoher Qualität und hoher Pietät! Und dieser idyllische Wald dokumentiert den anhaltenden Trend zur Feuerbestattung und entspricht dem Wunsch der Menschen nach einer weiteren Ergänzung bestehender Friedhofsmöglichkeiten“, stellte heute Mag. Walter Egger, Geschäftsführer der Bestattung Kärnten (BKG), bei der offiziellen Segnung und Eröffnung des bereits siebenten überkonfessionellen BKG-Friedensforstes in St. Georgen am Längsee in der Nähe des ehrwürdigen Stiftes und vor zahlreichen Ehrengästen fest.

„Ein Stücken Erde“ am Fuße des Buchberges

Auflösbare Urnen mit der Asche der Verstorbenen werden unter Laubbäumen beigesetzt, die Natur übernimmt auf diese Weise die Grabpflege. Es gibt bereits Anmeldungen aus der Gemeinde für dieses 2,5 Hektar „Stückchen Erde“ am Fuße des Buchberges. Zu den bestehenden Holzriesen wurden 50 weitere angepflanzt. Die Bäume sind mit Nummern gekennzeichnet, die Namen der Verstorbenen werden auf Gedenktafeln verewigt. Bürgermeister Konrad Seunig erklärte unter dem mächtigen, aber schlichten Holzkreuz auf dem beschaulichen Gedenkplatz, dass ein „Friedensforst“ als alternative Naturbestattungsanlage der heutigen Zeit sehr entgegenkommen würde. Es sei auch ein tröstlicher Ort für Angehörige und Menschen, die sich zu Lebzeiten der Natur besonders nahe gefühlt hätten.

„Man braucht einen Ort, wo man Abschied nehmen kann“

Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr. Beate Prettner, die bereits vier BKG- Friedensforst-Segnungen beiwohnten konnte, meinte: „Von geliebten Menschen bleibt zuletzt nur mehr die Erinnerung. Man braucht einen Ort, wo man Abschied nehmen kann. Der Mensch sehnt sich in seiner Vergänglichkeit nach einer gewissen Beständigkeit. Seit dem Mittelalter hat sich die Bestattungskultur gewandelt. Immer mehr Menschen möchten in Urnen beigesetzt werden. Diese Form der Bestattung spiegelt unsere Kultur und unsere gesellschaftliche Epoche wider.“ Die Landespolitikerin erinnerte an das 2012 geänderte Kärntner Bestattungsgesetz, das erst einen Friedensforst in dieser Form ermöglichte.

Weitere Anlagen geplant

Die „Bestattung Kärnten“ eröffnete bereits 2012 im Klagenfurter Sattnitzgebiet den ersten Kärntner Friedensforst. Es folgten Naturbestattungsanlagen in Velden, am Sternberg, in Ledenitzen, in Gurk und Fürnitz. Aufgrund der wachsenden Nachfrage sind bereits weitere Projekte geplant.

Kommentare laden
ANZEIGE