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Wirtschaft - Kärnten
© Helge Bauer

AK Kärnten

Internationales Symposium: „Arbeit & Demokratie“ eröffnete neue Perspektiven

Kärnten – Historische, demokratiepolitische sowie gegenwartsbezogene und zukunftsorientierte Fragestellungen mündeten am vergangenen Donnerstag mit Experten aus aller Welt über das Kernthema der Kärntner Volksabstimmung in spannenden Diskussionen beim Symposium „Arbeit und Demokratie“.

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Nicht immer sind es die Antworten die aufklären, sondern Fragen. Und viele davon – die zum Nachdenken anregen – wurden beim internationalen Symposium „Arbeit & Demokratie: Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft“ im Zusammenhang mit der Kärntner Volksabstimmung gestellt und diskutiert. Das Symposium konzentrierte sich dabei auf drei Kernthemen, die mittels fundierter Expertenbeiträge aus Österreich, Slowenien, Deutschland und den Niederlanden begleitet wurden: Der 10. Oktober 1920 in internationaler Perspektive, 1920/2020 und die ArbeiterInnenschaft und Demokratie gestalten: Europa und Kärnten 2020.

Kärntner Arbeiternehmer im Kontext der Volksabstimmung

Professor Helmut Konrad, ehemaliger Rektor der Karl-Franzens-Universität in Graz, beschäftigte sich in seinem Vortrag mit der österreichischen Arbeiterschaft im Zusammenhang mit der nationalen Frage. „Der 10. Oktober 1920 ist ein Datum an dem ein gemeinsamer Erfolg errungen wurde, der auch aktiv von einem großen Teil der slowenisch sprechenden Menschen mitgetragen wurde. Es war ein politischer, sozialer und kultureller Schulterschluss und kein Triumph des Deutschnationalismus“, erläuterte Konrad. Unter anderem wurde auch die Rolle und Bedeutung der Kärntner Arbeitnehmerschaft im Kontext der Kärntner Volksabstimmung hervorgehoben.

„Demokratie ist nicht selbstverständlich“

„Kärntens Arbeitnehmerschaft hatte 1920 maßgeblichen Anteil für das Ergebnis der Volksabstimmung. Es zeigt, dass Demokratie nichts Selbstverständliches ist, hart erkämpft wurde und auch von zukünftigen Generationen verteidigt werden muss, um ein friedliches Zusammenleben zu gewährleisten“, ergänzte AK-Präsident Günther Goach. Marcel van der Linden, Professor des Internationalen Instituts für Sozialgeschichte, dessen Beitrag sich mit Durchbrüchen, Krisen und dem Neubeginn der Arbeiterbewegungen seit 1920 beschäftigte, bekräftigte seinen Vortrag mit der Andeutung einer Neuerfindung.

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