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Politik - Kärnten
SYMBOLFOTO © Pixabay

Projektarbeiten als Ersatz

Soll die Matura abge­schafft werden?

Österreich/Kärnten – Für Aufsehen sorgte die Protestaktion der Sozialistischen Jugend, die zum Schulstart vor dem Bildungsministerium gegen die Matura protestierten. Stattdessen sollen Projektarbeiten eingeführt werden. Eine "bizarre Idee", wie die Freiheitliche Jugend Kärnten findet und darin eine "Gefährdung der Zukunft unserer Jugendlichen" sieht. Wie siehst du das?

 2 Minuten Lesezeit (356 Wörter) | Änderung am 27.09.2020 - 12.30 Uhr

„Die Matura ist ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten. Die Corona-Einschränkungen zeigen das einmal mehr deutlich auf. Es ist höchste Zeit, dass die aktuelle Situation zum Anlass genommen wird, um die Matura durch sinnvolle Projektarbeiten zu ersetzen. Auch unser Bildungssystem muss irgendwann im 21. Jahrhundert ankommen“, sagt Paul Stich, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend (SJ). Stich hält es nicht für sinnvoll, den Schulabschluss an einer einzelnen Prüfung festzumachen: „Wer mindestens 12 Jahre lang alle Prüfungen bestanden hat, braucht keinen finalen Entscheidungstag. Wir schlagen vor, die Matura durch sinnvolle Projektarbeiten zu ersetzen. Auch die spezifischen Interessen der SchülerInnen können besser berücksichtigt werden.“

„Zukunft unserer Jugend gefährdet“

Ganz anders sieht das hingegen die Freiheitlichen Jugend Kärnten. „Die Abschaffung der Matura und somit einen gravierenden negativen Einschnitt gegen den Bildungsweg unserer Schüler zu fordern, kann entweder als verzweifelter Schrei nach Aufmerksamkeit gedeutet werden, oder aber als eine völlig zukunftsferne Forderung gegen einen fundierten Bildungsabschluss unserer Schülerinnen und Schüler. Das ist wohl die bizarrste Idee des Jahres!“, so der Landesobmann der Freiheitlichen Jugend Kärnten Philipp Kulterer.

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Landesobmann der Freiheitlichen Jugend Kärnten Philipp Kulterer

Landesobmann der Freiheitlichen Jugend Kärnten Philipp Kulterer - © fj-ktn

Einigkeit bei Verbesserungen im Schulsystem

Stich betont, dass Ansätze wie dieser keineswegs komplett neue Ideen seien. „Seit der Einführung der Neuen Reifeprüfung sind teilweise projektbezogene Diplom-, oder vorwissenschaftliche Arbeiten ein fixer Bestandteil der Reifeprüfungen.“ Diese Ansätze müssten laut Stich vor allem praxisorientierter und anwendungsfreundlicher gestaltet werden. Auch Kulterer betont, dass man jederzeit über Verbesserungen der Schulreifeprüfung sprechen könne, schließlich müsse diese auch immer wieder den Gegebenheiten angepasst werden. Diese aber überhaupt nicht durchzuführen, sondern die Reifeprüfung nur mit einer Projektarbeit abzuschießen, sei laut ihm an Illusion und Gefahr für den zukünftigen Bildungsweg unserer Kinder nicht zu übertreffen.

Debatte: Was ist deine Meinung?

Was sagst du dazu? Soll die Matura abgeschafft werden? Sollen stattdessen Projektarbeiten zu einem Abschluss führen können? Oder bist du für den Erhalt der Matura? Teile uns deine Meinung in den Kommentaren auf Facebook mit!

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