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Politik - Kärnten
Tourismustagung der Landestourismusreferntinnen und -referenten.
Tourismustagung der Landestourismusreferntinnen und -referenten. © LPD Kärnten/Höher

Voraussetzung für stabile Wintersaison

Tourismus braucht klare Rege­lungen und niedrige Infek­tions­zahlen

Ossiacher See – Mit Kärnten als Gastgeber fand am heutigen Dienstag, dem 29. September 2020, die Tagung der Landestourismusreferentinnen und –referenten am Ossiacher See statt. Im Fokus aller Bundesländer standen die Auswirkungen von COVID-19 auf die gesamte Tourismusbranche und die Vorbereitungen auf die Wintersaison.

 3 Minuten Lesezeit (445 Wörter) | Änderung am 29.09.2020 - 14.53 Uhr

„Die anstehende Wintersaison wird eine große Herausforderung für die gesamte Branche. Nur wenn wir die Infektionszahlen weiter eindämmen, können wir auch in der Wintersaison Gäste nach Österreich bringen. Wir werden alles tun, damit die Wintersaison möglichst stabil verläuft“, resümierten Tourismusreferent Sebastian Schuschnig und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger im Anschluss an die Tagung.

Klare Regelungen

Köstinger verwies in der Konferenz darauf, dass die Bundesregierung in den vergangenen Wochen intensiv an klaren Regelungen gearbeitet habe. „Wir haben rechtzeitig vor dem Start der Wintersaison ein umfassendes Sicherheitspaket geschnürt, das so viel Wintertourismus wie möglich zulässt. Zusätzlich dazu wird auch das Testprogramm weiter ausgeweitet“, so Köstinger. In den nächsten Tagen werde die Verordnung für den Winter an die Länder erwartet. „Wichtig ist es, dass die Betriebe auch rechtzeitig über die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen informiert sind. Dazu folgen in den nächsten Tagen Videokonferenzen mit der Kärntner Tourismusbranche“, kündigte Schuschnig an.

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Im Bild: BM Elisabeth Köstinger und LR Sebastian Schuschnig.

Im Bild: BM Elisabeth Köstinger und LR Sebastian Schuschnig. - © LPD Kärnten/Höher

Zunehmende Reisewarnungen innerhalb der EU

Ebenso wurden die Auswirkungen der zunehmenden Reisewarnungen innerhalb der EU thematisiert. „Jede Reisewarnung hat fatale Folgen für den Tourismus und die Gastronomie der betroffenen Länder. Daher sollten gerade im europäischen Raum Reisewarnungen ausschließlich regional festgelegt werden, wo auch tatsächlich ein starkes Infektionsgeschehen besteht“, betonte Schuschnig. Zu vermeiden seien Reisewarnungen für ganze Länder bei vereinzelten Infektionsherden.

Kritik an der Europäischen Union

Kritik äußerten die Tourismusreferenten gegenüber der abwehrenden Haltung der Europäischen Union zum geplanten Hilfspaket der Bundesregierung, das besonders hart getroffene Branchen wie die Tourismus- und Freizeitwirtschaft unterstützen solle. „Besonders die Stadthotellerie, der Kongresstourismus, die Veranstalter, viele Gastronomen stehen vor einer beispiellosen Herausforderung. Es braucht endlich die notwendigen Rahmenbedingungen, damit wir unseren Betrieben stärker unter die Arme greifen können“, fand Schuschnig klare Worte.

„Reiseverhalten wird nicht mehr dasselbe sein“

Neben der Corona-Krisenbewältigung und den Rahmenbedingungen für den Wintertourismus wurden auch über die Entwicklung des elektronischen Gästeblattes, ein besserer Austausch von Gästedaten thematisiert sowie über neue Anforderungen an das Tourismusmarketing in Zeiten von Corona gesprochen. „Nach Corona wird das Reiseverhalten nicht mehr dasselbe sein, wie es in den vergangenen Jahren war. Es wird neue Faktoren geben, die zur Urlaubsentscheidung beitragen. Darauf werden wir uns vorbereiten“, kündigten Köstinger und Schuschnig an. Daher wurde von Schuschnig die Weiterentwicklung der Kärntner Tourismusstrategie in Auftrag gegeben.

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Im Fokus aller Bundesländer standen die Auswirkungen von COVID-19 auf die gesamte Tourismusbranche und die Vorbereitungen auf die Wintersaison.

Im Fokus aller Bundesländer standen die Auswirkungen von COVID-19 auf die gesamte Tourismusbranche und die Vorbereitungen auf die Wintersaison. - © LPD Kärnten/Höher

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