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Aktuell - Villach
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Tochter von der Schule heimgeschickt

Mutter einer Schülerin (13): „So läuft das also mit der Heim­quarantäne“

Villach – Letzte Woche meldete sich eine verärgerte Leserin bei uns. Sie musste ihre Tochter aus der Schule abholen, da in ihrer Klasse ein positiver Coronafall festgestellt wurde. "Niemanden interessiert es, wie das Kind nun betreut werden soll. Hauptsache mal Heimquarantäne", erzählt sie uns. Außerdem findet sie manche Regelungen in diesen Fall sehr fragwürdig.

 2 Minuten Lesezeit (320 Wörter)

„Letzten Montag bekam ich einen Anruf von der Schule meiner Tochter, in dem mir gesagt wurde, ich solle bitte mein Kind abholen, da es in ihrer Klasse einen positiven Corona-Fall gibt“, erzählt die Leserin aus Villach. Die gesamte Klasse der Tochter wurde in Heimquarantäne geschickt.

Restliche Familie darf raus?

„Ich habe dann bei der Hotline 1450 angerufen und meine Tochter am Dienstag testen lassen, da dies die Empfehlung war“, erklärt die besorgte Mutter. Laut ihre, wäre es aber egal gewesen wie der Test ausfällt, da ihre Tochter in jeden Fall zehn Tage in Quarantäne bleiben müsse, da sie als Hochrisiko-Ansteckperson eingestuft wurde. Was sie daran nicht versteht: Ihr Sohn, ihr Mann und sie selbst dürften weiterhin das Haus verlassen wie sie wollten. „Wo bleibt denn da die Logik“, fragt sie sich.

Immer noch kein Testergebnis

Heute, zehn Tage später, haben wir bei der Mutter nachgefragt. Das Testergebnis von letzten Dienstag ist immer noch ausständig. „Sie darf aber wieder in die Schule, weil die zehn Tage ja vorbei sind“, zeigt sich die Mutter verwundert. „Was wenn sie positiv wäre“, stellt die Mutter in den Raum. „Dann hätte unsere ganze Familie inzwischen sehr viele Leute angesteckt“. Sie hat sich entschlossen, ihre Tochter nicht erneut testen zu lassen.

„Niemand schaut wer die Kinder betreut“

Was die Mutter an dieser Situation besonders ärgert: „Niemanden interessiert es, wer die Kinder dann in der Heimquarantäne betreut. Ich habe das Glück, dass ich von zu Hause arbeiten kann, aber was machen andere Eltern“, wundert sich die Villacherin. Ihre Tochter ist 13 Jahre alt. „Ich denke aber vor allem bei Eltern mit jüngeren Kindern, könnte das ein großes Problem sein“, meint die Leserin. Die Schulärztin der Tochter habe der Mutter außerdem erklärt, dass jedes Kind schon bei einem einzigen Symptom nachhause geschickt werde und laut der Ärztin als Verdachtsfall gelte.

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