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© Montage: Facebook Screenshot & Hattenberger

Gemeinsam werden Lösungen gesucht

Dem Bürgermeister reicht es: Villach bereitet sich auf „Tuningtreffen“ vor

Villach – Die Stadt Villach übernimmt im Winter wieder die Schneeräumung als Wegerhalter der Villacher Alpenstraße. Gemeinsam mit Geschäftsführer Johannes Hörl wurden Vorgangsweisen bei weiteren „Tuningtreffen“ im Naturpark Dobratsch erarbeitet.

 3 Minuten Lesezeit (466 Wörter)

Das GTI- und Tuningtreffen rund um Kärntner Seen und im Naturpark Dobratsch vor zwei Wochen brachte eine beispiellose Welle an Verkehrsübertretungen, Lärm und Gesundheitsgefährdungen durch Rasen, Abgase und zusätzlich das Nichteinhalten von Corona-Regeln. Insbesondere für Entsetzen sorgte das Verhalten von Rowdies im Naturpark Dobratsch.

„Hier werden Nägel mit Köpfen gemacht“

„Dem unmöglichen Verhalten dieser Rowdies schieben wir nun gemeinsam einen Riegel vor. Es reicht!“ sagt Bürgermeister Günther Albel. In Zusammenarbeit mit Villacher Alpenstraßen-Geschäftsführer Johannes Hörl wird nun konkret vorbereitet, bereits im Winter bei drohender Gefahr durch entsprechende Tuningtreffen die Straße auch tageweise zu sperren. „Hier machen wir jetzt Nägel mit Köpfen“, sagt der Bürgermeister.

Bei Gefahr im Verzug wird die Alpenstraße gesperrt

Ab Mitte November ist die Stadt Villach für die Schneeräumung der Villacher Alpenstraße zuständig. „Um rücksichtsloses Verhalten und die Gefährdung des Wasserspeichers der Villacherinnen und Villacher sowie des Lebensraumes zahlreicher Tierarten gleich im Keim zu ersticken, planen wir bei Gefahr im Verzug und im Einvernehmen mit dem Eigentümer der Villacher Alpenstraße die Straße zu sperren und nur noch den Naturpark Bus auf den Berg fahren zu lassen“, sagt Naturpark- und Nachhaltigkeitsreferentin Vizebürgermeisterin Irene Hochstetter-Lackner.

„Ich bin zuversichtlich“

Villacher Alpenstraßen-Geschäftsführer Johannes Hörl meint dazu: „In der am Dienstag stattgefundenen Aufsichtsratssitzung der Villacher Alpenstraßen Fremdenverkehrs GmbH wurde ich damit beauftragt, mit der Stadt Villach in Verhandlungen zu treten, um eine erforderliche Kompensation für Einnahmeausfälle und die Möglichkeit eines Busshuttles im Detail zu verhandeln. Ich bin zuversichtlich, dass wir hier schon bald ein Einvernehmen erzielen werden.“

Albel fordert Regelungen

Nachdem die geltende Straßen- und Verkehrsordnung sowie das Kraftfahrgesetz der Exekutive nicht ausreichende Möglichkeiten zur Reaktion auf aus dem Ruder laufende GTI- und Tuningtreffen geben, haben mehrere betroffene Gemeinden auf Initiative von Bürgermeister Albel sich dazu entschlossen, eine Resolution an die zuständige Bundesministerin Leonore Gewessler zu senden. „Wir fordern die Bundesministerin auf, durch bundesgesetzliche Verankerung von entsprechenden Regelungen dafür Sorge zu tragen, dass während der GTI-Treffen Straßensperren, Kennzeichenabnahmen oder Fahrzeugstillegungen durch die Exekutive erfolgen können“, sagt der Bürgermeister.

Alle ziehen an einem Strang

„Die Behörden brauchen dringend klare gesetzliche Vorgaben, die es ihnen ermöglichen, einzugreifen, um Wildwüchse wie am Wochenende vor zwei Wochen wirksam zu bekämpfen. Es kann nicht sein, dass die Anrainerinnen und Anrainer der Hotspots wochenlang Lärm und Abgasen ausgesetzt sind und einige Rowdies andere Menschen und zum Beispiel Besucher der Villacher Alpenstraße gefährden, oder sensible Naturlandschaften wie den Naturpark Dobratsch schädigen“, so Bürgermeister Albel. Mit im Boot sind die Gemeinden Finkenstein, Keutschach, Rosegg, Schiefling, Velden und die Stadt Villach.

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