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Wirtschaft - Klagenfurt
Erwin Smole, Vorstand der Stadtwerke Klagenfurt AG, im Gespräch mit 5 Minuten.
Erwin Smole, Vorstand der Stadtwerke Klagenfurt AG, im Gespräch mit 5 Minuten. © STW Klagenfurt

Stadtwerke Klagenfurt:

„Wir kümmern uns um die Selbst­ver­ständlich­keiten des Lebens“

Klagenfurt – Die Stadtwerke Klagenfurt sorgen täglich dafür, dass die langfristige Aufrechterhaltung der Infrastruktur der Landeshauptstadt zuverlässig gewährleistet wird. Dies haben sie zu Krisenzeiten bewiesen. "Damit Ihr Zuhause immer mit Strom, Trinkwasser, Fernwärme und Erdgas versorgt ist und das Leben wie immer weitergehen kann", sagt Vorstand Erwin Smole.

 6 Minuten Lesezeit (769 Wörter) | Änderung am 06.10.2020 - 20.04 Uhr

Seit April 2019 bildet Erwin Smole gemeinsam mit Harald Tschurnig den Vorstand der Stadtwerke Klagenfurt. Wir haben mit dem gebürtigen Villacher über seinen Arbeitsort in der Landeshauptstadt und die Entwicklungen in der Stadtwerke Klagenfurt AG gesprochen.

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Erwin Smole und Harald Tschurnig (v.l.), Vorstände der Stadtwerke Klagenfurt AG

Erwin Smole und Harald Tschurnig (v.l.), Vorstände der Stadtwerke Klagenfurt AG - © Gernot Gleiss

900 Mitarbeiter kümmern sich

Egal ob wir Bus fahren wollen, das Licht zu Hause aufdrehen, uns duschen oder Spaß im Strandbad Klagenfurt haben wollen – rund 900 Mitarbeitern kümmern sich um die Selbstverständlichkeiten des Lebens in der Landeshauptstadt. „Bestehend aus der Stadtwerke Klagenfurt AG und ihren Töchtern Energie Klagenfurt GmbH, Kraftwerkerrichtungs und -betriebs GmbH, Klagenfurt Mobil GmbH, PosterService GmbH, Bestattung Kärnten GmbH, PAX Bestattungs- und Grabstättenfachbetrieb Ges.m.b.H sowie Zeremonium Kalsdorf GmbH stehen wir zu 100 % im Eigentum der Stadt Klagenfurt“, sagt Vorstand Erwin Smole.

Umsatzeinbußen durch Corona

Corona hat ein tiefes Loch bei den Einnahmen der Stadtwerke Klagenfurt gerissen. „Wir sind finanziell mit einem blauen Auge davon gekommen“, so Smole. „Die Budgetziele, die wir uns gesetzt haben, konnten wir heuer trotzdem nicht erreichen.“ Umsatzverluste brachte in der Coronakrise der Öffentliche Verkehr mit sich. „Der Bereich Energie konnte zum Glück einiges ausgleichen“, erläutert der Stadtwerke-Vorstand. So kann die Stadtwerke Klagenfurt mit einem Jahresumsatz von 200 Millionen Euro rechnen. „Im letzten Betriebsjahr verzeichneten wir ein Plus von 4 Millionen Euro, wovon 3 Millionen in der AG verblieben sind.“

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Erwin Smole

Erwin Smole - © Gernot Gleiss

„Aufsichtsrat ist handlungsfähig“

Heuer kam es zu einer großen Veränderung bei der Stadtwerke Klagenfurt AG. Zwei Aufsichtsräte und ein Betriebsrat sind aus dem Unternehmen ausgeschieden. „Die Positionen wurden bisher noch nicht nachbesetzt. Dies wirkt sich jedoch nicht weiter aus. Der Aufsichtsrat ist weiterhin voll handlungsfähig“, versichert Smole. Es gäbe dadurch auch keine Einschränkung oder Schwierigkeiten.

„Öffis sind sichere Verkehrsmittel“

Durch die Coronamaßnahmen musste der Bereich des Öffentlichen Verkehrs bei den Stadtwerke Klagenfurt große Verluste hinnehmen. „Durch den Lockdown im März wurde die Busfrequenz um 90 % reduziert“, sagt Smole. „Seit Schulbeginn können wir uns wieder an die Vorjahreszahlen herantasten“, so der Vorstand. „Die Öffis sind zu Coronazeiten ein sicheres Verkehrsmittel, wenn man sich an die Regeln wie MN-Schutz und den Abstand hält“, ist sich der Stadtwerke-Vorstand sicher. Ein Hilfspaket der Landesregierung soll die herben Verluste abfedern. „Die Diskussionen dazu laufen noch“, so Smole.

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Der Öffentliche Verkehr konnte auch während des Corona-Lockdowns aufrechterhalten werden.

Der Öffentliche Verkehr konnte auch während des Corona-Lockdowns aufrechterhalten werden. - © Anja Koppitsch

Strandbadsaison verlängert

„Klagenfurt ist eine lebenswerte Stadt“, meint der gebürtige Villacher. „Unser Strandbad ist eines der schönsten Strandbäder Europas“, betont er. Nachdem im letzten Herbst die Temperaturen noch lange angenehm warm waren, hat sich die Stadtwerke dazu entschlossen, die Strandbad-Saison bis 31. Oktober bei freiem Eintritt zu verlängern. „Nachdem wir durch Corona die Eröffnung verschieben mussten, können wir so den Klagenfurterinnen und Klagenfurtern noch ein bisschen Strandbadvergnügen bieten.“

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Das Strandbad hat noch bis 31. Oktober bei freiem Eintritt geöffnet.

Das Strandbad hat noch bis 31. Oktober bei freiem Eintritt geöffnet. - © Tinefoto/Martin Steinthaler

Glasfaser als Zukunft

Immer wieder sorgen Baustellen in Klagenfurt für Verkehrsbehinderungen. „Wir investieren viel in die Kommunikation, um Baustellen frühestmöglich anzukündigen und einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten“, sagt Smole. Hauptgrund für Baustellen sind meist Kanal- und Wasserleitungen – zugleich werden oft aber auch Strom- und Gasleitungen sowie Glasfaserkabel mit verlegt bzw. erneuert. Die Stadtwerke sind von der Funklösung 5G nicht überzeugt und setzen auf Glasfaser. „Glasfaser ist echtes Breitband und zudem strahlungsarm“, versichert Smole.

Sauberes Trinkwasser

Die Stadtwerke Klagenfurt AG versorgt uns zudem mit frischem Trinkwasser. „Klagenfurt hat eigene Quellen, die uns mit qualitativ hochwertigem Wasser versorgen“, weiß Smole. 1.000 Liter Wasser kosten in der Landeshauptstadt 1,10 Euro und liegt damit über dem Kärntenschnitt. Zu viel wie manche finden. „Man darf nicht vergessen, dass die Aufbereitung, Verteilung und die Speicherung Geld kostet“, erklärt Smole diesen Betrag. Die Sorge, dass Wasser in Zukunft als Ware in der Privatwirtschaft gehandelt wird, dementiert Smole deutlich. „Wasser ist ein Grundbedürfnis. Die Hochheit wird bei uns bleiben.“

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Klagenfurt wird aus vier Quellen mit frischem Trinkwasser versorgt.

Klagenfurt wird aus vier Quellen mit frischem Trinkwasser versorgt. - © SCHAMIN istock.com

Für Kooperationen offen

Neben dem städtischen Stromanbieter Stadtwerke, bietet auch das Land seitens der Kelag Strom an. „Klagenfurt ist eine große Stadt, deswegen ist es legitim eigenen Strom unabhängig vom Land anzubieten“, sagt Smole. „Mit der Kelag haben wir eine gute Gesprächsbasis und wir sind durchaus auch offen für Kooperationen.“ Eine Übernahme seitens der Kelag bzw. umgekehrt schließt Smole jedoch aus.

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