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Wirtschaft - Kärnten
© Bettina Nikolic

Mehr Lehrstellen als Suchende

Positive Entwick­lung: Jugend­arbeitslosigkeit verzeichnet Rückgang

Kärnten – Kärnten weist im Vorjahresvergleich österreichweit die geringste Zuwachsrate an Arbeitslosen auf. Der Kärntner Arbeitsmarkt soll weiterhin gestärkt werden. Die Jugendarbeitslosigkeit verzeichnet einen Rückgang. Die Situation für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist weiterhin unverändert schwierig. 

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Auch, wenn die Lage Corona-bedingt nach wie vor angespannt ist, so zeigen die bisherigen Investitionen in den ersten und zweiten Arbeitsmarkt Wirkung. „Kärnten weist im Vorjahresvergleich österreichweit die geringste Zuwachsrate an Arbeitslosen auf. Diese Entwicklung ist erfreulich und besser als erwartet, dennoch ist jede und jeder Arbeitslose eine bzw. einer zu viel. Wir werden auch weiterhin gezielt in den Kärntner Arbeitsmarkt investieren, um qualifizierte Beschäftigung für die Kärntner Bevölkerung sicherzustellen“, betonen LH Peter Kaiser und Arbeitsmarktreferentin LHStv.in Gaby Schaunig nachdrücklich.

Jugendarbeitslosigkeit gesunken

Zuversichtlich stimmt vor allem, dass die Jugendarbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich sogar um minus 0,6 Prozent gesunken ist. Auch der Lehrstellenmarkt entwickelt sich positiv: Aktuell sind mehr freie Lehrstellen (577 sofort verfügbare Lehrstellen) als Lehrstellensuchende (452 sofort verfügbare Lehrstellensuchende) in Kärnten gemeldet. „Als Lehrlingsreferentin bin ich erleichtert, dass sich das Ungleichgewicht zwischen Lehrstellensuchenden und freien Lehrstellen zum Positiven wendet. Um aber Herausforderungen, wie regionales Missmatching, auszugleichen und junge Menschen nicht zu entwurzeln, setzen wir auch weiterhin auf eine Aufstockung von Plätzen im Bereich der überbetrieblichen Lehrausbildung, insbesondere im Tourismus. Die Kärntner Jugend soll die Chance erhalten, den Beruf zu erlernen, den sie erlernen möchte – unabhängig von den gegenwärtigen Lehrstellenkapazitäten“, betont Arbeitsmarktreferentin Schaunig.

Situation für Personen über 55 weiterhin schwierig

Weiterhin gestaltet sich die Entwicklung bei älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern als schwierig. Im Vorjahresvergleich sind 15,7 Prozent mehr Ältere über 50 Jahren auf Jobsuche, besonders herausfordernd gestaltet sich die Situation für Personen über 55. „Im Rahmen des Territorialen Beschäftigungspaktes und den damit verbundenen coronabedingten Aufstockungen an Maßnahmenplätzen bei gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten, Eingliederungsbeihilfen und Stiftungen konnte der zweite Arbeitsmarkt nachhaltig verstärkt werden. Ziel ist es, möglichst viele Personen so rasch als möglich wieder in Beschäftigung zu bringen, und der Altersdiskriminierung entgegenzuwirken. Die Kompetenzen der älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden häufig unterschätzt, anstatt ihr Weltwissen und ihren Erfahrungsschatz als zusätzlichen Vorteil im Generationenaustausch zu sehen. Es wird Zeit für ein Umdenken auf Arbeitgeberseite“, so Arbeitsmarktreferentin Schaunig.

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