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Von links:  Bürgermeister Günther Albel, Landesrat Daniel Fellner, vom Landesfeuerwehrverband Oskar Grabner, Feuerwehrreferent Stadtrat Harald Sobe, Bezirksfeuerwehrkommandant Andreas Stroitz.
Von links: Bürgermeister Günther Albel, Landesrat Daniel Fellner, vom Landesfeuerwehrverband Oskar Grabner, Feuerwehrreferent Stadtrat Harald Sobe, Bezirksfeuerwehrkommandant Andreas Stroitz. © Daniel Raunig

Super!

Sicherheitsnetz ausgebaut: Neue Leitstelle in Betrieb

Villach – Neue, modernisierte Leitstelle in St. Magdalen in Betrieb genommen. Damit ist auch der so genannte „Leitstellenverbund“ des Landes Kärnten, in Zusammenarbeit mit den Feuerwehren, dem Land und den Städten Klagenfurt und Villach, in Vollbetrieb.

 5 Minuten Lesezeit (672 Wörter) | Änderung am 03.10.2020 - 11.05 Uhr

Die Villacher Hauptfeuerwache mit Standort St. Magdalen wurde seit dem vergangenen Jahr modernisiert und umgebaut. Nun dient die neue Leitstelle im sogenannten „Leitstellenverbund“ des Landes Kärnten als Ausfallszentrale, falls die Landesalarm- und Warnzentrale in Klagenfurt technische Probleme hat und nicht einsatzfähig ist. Im Beisein von Landesrat Daniel Fellner wurde die neue Leitstelle und damit der Leitstellenverbund gestern, Freitag, offiziell in Betrieb genommen.

Im Dienste der Allgemeinheit

„Unsere Feuerwehren leisten jeden Tag einen hervorragenden Dienst an der Allgemeinheit. Um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger gewährleisten zu können, bedarf es einer entsprechenden modernen Infrastruktur. Es freut mich, dass die Stadt Villach im Fall des Falles auch für die Partnerfeuerwehren des Landes einspringen kann“, sagt Bürgermeister Günther Albel. „An dieser Stelle darf ich einen besonderen Dank an unsere Einsatzkräfte richten, die auch während der Corona-Pandemie zu einem großen Teil ehrenamtlich dafür sorgen, dass die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger erhalten bleibt. Das ist keine Selbstverständlichkeit.“

Effiziente Zusammenarbeit sichergestellt

Feuerwehrreferent Stadtrat Harald Sobe meint dazu: „Die Corona-Pandemie und zahlreiche Einsätze in der Vergangenheit wie zum Beispiel das Hochwasser im Jahr 2019 haben deutlich gemacht, dass eine umfangreiche und vor allem gesicherte Zusammenarbeit und Kommunikation der Einsatzkräfte von höchster Wichtigkeit ist. Mit dem gemeinsamen Projekt Leistellenverbund ist die effiziente Zusammenarbeit auch im Krisenfall sichergestellt.

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Von links: Landesrat Daniel Fellner, Bürgermeister Günther Albel und Helmut Hausmann von der Leitstelle Villach bei der Inbetriebnahme der Leitstelle Villach und damit des Leitstellenverbundes.

Von links: Landesrat Daniel Fellner, Bürgermeister Günther Albel und Helmut Hausmann von der Leitstelle Villach bei der Inbetriebnahme der Leitstelle Villach und damit des Leitstellenverbundes. - © Daniel Raunig

Rasche Hilfe in Notlagen

„Bei drohender Gefahr von (Natur-)Katastrophen ist es oft überlebenswichtig, die Bevölkerung umgehend und flächendeckend zu alarmieren“, sagte Landesrat Daniel Fellner im Rahmen der Inbetriebnahme. Nicht zuletzt deswegen war die rasche Umsetzung eines Leitstellenverbundes der Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) in Klagenfurt mit einer Redundanz in der Hauptfeuerwache Villach und mit der Berufsfeuerwehr Klagenfurt dem gelernten Rettungssanitäter ein Herzensanliegen. „Die redundante Ausführung dieses Leitstellenverbundes gewährleistet ein Höchstmaß an Ausfallsicherheit und die Möglichkeit, dass in Starklastfällen eine andere Leitstelle (etwa jene in Villach für die LAWZ) rasch einen Teil der Notrufe entgegennehmen kann (durch automatische Weiterleitung des Anrufes nach einer definierten Zeit) und damit die Sicherheit und das Service für die Kärntnerinnen und Kärntner in Notlagen enorm gesteigert wird“, fasst Fellner die Vorteile dieser hochmodernen und effizienten Lösung zusammen.

Rund 60 Einsätze am Tag

An einem durchschnittlichen Tag wickelt die LAWZ Kärnten etwa 50 bis 60 Einsätze der verschiedenen Einsatzorganisationen im Land ab. Inklusive der sonstigen Anrufe (diverse Auskünfte, Anfragen) und Meldung von Tätigkeiten (Ausfahrten der Feuerfahrzeuge zu Übungen, Service in Werkstätte usw.) sind das rund 180 Telefongespräche (Notrufe, sonstige Anrufe, Verständigungen) und 130 Funkgespräche (Alarmdurchsagen, Abmeldungen, Rückmeldungen). An Spitzentagen gibt es an die 700 Einsätze. Auch die kärntenweit acht Bezirks Alarm- und Warnzentralen (BAWZ) bleiben als Elemente der Führungsunterstützung bestehen. Die Gesamtkosten für das Projekt, inklusive der sanierten LAWZ in Klagenfurt, belaufen sich auf 9,1 Millionen Euro.

Nicht nur sicher, sondern „grün“

Die neue Leitstelle in Villach ist nicht nur sicherheitstechnisch am neuesten Stand, sondern entspricht aufgrund zahlreicher Maßnahmen voll und ganz dem Motto „Villach lebt Grün“. Mit der Photovoltaikanlage am Dach der Leitstelle wird ein Teil des Stromes erzeugt, der für den Betrieb der Server, IT-Technik und Funktechnik erforderlich ist. Die PV-Anlage weist eine Gesamtfläche von rund 60 m² auf. Innovativ ist auch das Kühlsystem für die Zentrale und die Serverräume: Aus dem vorhandenen Tiefbrunnen des ehemaligen Schlachthofes – der jetzige Standort der Hauptfeuerwache – wird Wasser entnommen und so effizient in Wärme oder Kälte umgewandelt. In der Heizperiode wird die Abwärme der Servercomputer ebenfalls zur Wärmeerzeugung für die Betriebsräume genutzt. Somit konnten die Betriebskosten für die Klimatisierung der Räume auf ein Minimum gesenkt werden und gleichzeitig ein angenehmes Raumklima für die Mitarbeiter geschaffen werden, die hier 24 Stunden ihren Dienst versehen.

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