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Mit dem Platz des Gedenkens soll an die schmerzliche Vergangenheit gedacht werden, die auch für die Zukunft Bedeutung hat.
Mit dem Platz des Gedenkens soll an die schmerzliche Vergangenheit gedacht werden, die auch für die Zukunft Bedeutung hat. © Christine Ottowitz

Für eine "gelebte Erinnerungskultur":

Platz des Gedenkens in Bleiburg eröffnet

Bleiburg – In der Stadtgemeinde Bleiburg wurde Ende September der Platz des Gedenkens eröffnet. Mit der Eröffnung und Segnung konnte ein weiteres Teilprojekt im Rahmen des Jubilämusjahres CARINTHIja 2020 seiner Bestimmung übergeben.

 2 Minuten Lesezeit (303 Wörter)

Der Bleiburger Gemeinderat hat sich einhellig darauf geeinigt, dass im Bereich zwischen der Aufbahrungshalle und dem Stadtfriedhof Bleiburg bestehende Denkmäler sowohl eine räumliche, als auch inhaltliche Neupositionierung als Ort des Gedenkens und der Versöhnung erfahren sollen. Der Stadtpark soll zu einem multifunktionalen Treffpunkt der Generationen umgestaltet werden. Bei der Eröffnung und Segnung des „Platz des Gedenkens“ am 21. September 2020 in Bleiburg wurde von den zahlreichen hochrangigen Festrednern, darunter etwa der Bleiburger Bürgermeister Štefan Visocnik, die Bedeutung dieses neuen Platzes für eine zeitgemäße Erinnerungskurltur hervorhoben.

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Im September wurde der Platz des Gedenkens feierlich eröffnet.

Im September wurde der Platz des Gedenkens feierlich eröffnet. - © Christine Ottowitz

„Monumente und Menschen auf einer Ebene“

Die Grundgedanken für die Gestaltung des Platz des Gedenkens wurden vom Künstlerduo Zweintopf so zusammengefasst: „Die Neupositionierung und Zusammenführung der Gedenksteine und Erinnerungszeichen an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in der Gemeinde Bleiburg an einen Platz des Gedenkens, sowie die Schaffung eines neuen Mahnmals für die Ausgesiedelten und Opfer des Nationalsozialismus aus der Gemeinde ermöglicht gegenwärtig alle Monumente und die Menschen, an die sie uns erinnern, auf eine Ebene zu bringen – auf Augenhöhe für eine/n gemeinsame/n Betrachter/in.“

Für „gelebte Erinnerungskultur“

Weiter erklärt das Künstlerduo in einem Text: „Dieses vereinte Betrachten einer schmerzlichen Vergangenheit muss für uns auch in Zukunft bedeutsam bleiben. Denn aus der Betroffenheit an historischen Ereignissen erwächst der Wunsch nach besserem Wissen und ein gemeinsames Bewusstsein hilft, Vorurteile und Vereinfachungen zu überwinden. Gelebte Erinnerungskultur gelingt aber nur, wo die Vergangenheit durch Zeugnisse präsent sein darf oder wo es Menschen gibt, die ihre Erinnerungen mit anderen teilen. Wenn bald die letzten Zeitzeugen verstummen, so wird es umso wichtiger, Gedenkorte als Warnvorrichtung innerhalb unserer Gesellschaft zu verorten.“

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