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Politik - Klagenfurt
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Verteilung solle geregelt werden

Grippe-Impfstoff knapp: „Risiko­gruppen müssen bevorzugt werden“

Klagenfurt – „Da haben wohl die Gesundheitsreferent*innen geschlafen seit März“, vermutet Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann (Grüne) anlässlich der entbrannten Diskussion über die Knappheit des Grippe-Impfstoffes. Laut ihr solle die Verteilung des Impfstoffes nun klar geregelt werden. Als erstes solle demnach der Impfstoff an Risikogruppen ausgegeben werden.

 2 Minuten Lesezeit (250 Wörter) | Änderung am 06.10.2020 - 08.57 Uhr

„Ich habe mich seit Jahren immer gegen Grippe impfen lassen, so wie viele andere im Klagenfurter Gesundheitsamt. Als ich von den Engpässen hörte, habe ich mich bei 4 Apotheken in Klagenfurt erkundigt was die Bürger*innen jetzt tun können. In jeder der Apotheken wurde mir mitgeteilt, dass die Vormerklisten bereits seit Juli voll sind. Man hoffe auf die nächste Lieferung im Dezember. Eine der 4 Apotheken verweigert überhaupt jegliche Vormerkung„, erzählt Gemeinderätin Schmid-Tarmann.

Wien bereits 400.000 Grippe-Impfungen reserviert

„Es ist zu billig jetzt auf die Wiener Gesundheitspolitiker hinzuhacken“, verteidigt die Grüne Gemeinderätin die dort Verantwortlichen, „denn die haben eigentlich nur vorausschauend gehandelt, während Klagenfurt und Kärnten den Ernst der Lage im März noch gar nicht erkannten. Dass die Impfungen in Wien gratis vergeben werden, steht auf einem anderen Blatt. Darüber kann man schimpfen oder man kann dem Beispiel folgen. Immerhin nahen auch in Kärnten die Gemeinderatswahlen und Gratisimpfungen wären sicher eine bessere Investition des Wahlkampfbudgets als Plakate, Kugelschreiber oder Feuerzeuge.“

Verteilung solle geregelt werden

„Die Gesundheitsreferent*innen von Stadt, Land und Gemeinden müssen ihre Versäumnisse vom Frühjahr jetzt wieder gut machen“, schlägt die Grüne Gemeinderätin vor. „Und zwar in dem sie folgendes verfügen: der vorhandene Grippe-Impfstoff soll zuerst an die Risikogruppen, das sind die in den COVID-19 Maßnahmen genannten Personenkreise, ausgegeben werden. Mit dem verbleibenden Restmengen werden anschließend die Bürger*innen, gereiht nach dem Zeitpunkt ihrer Vormerkung, versorgt.“

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