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Posthum geehrt:

Der Kärntner Kulturpreis geht an Johann Kresnik

Kärnten – In der Regierungssitzung heute, Dienstag, wurde beschlossen, an wen heuer die Preise des Landes Kärnten für besondere Leistungen auf kulturellem Gebiet gehen. Von den Fachbeiräten des Kärntner Kulturgremiums wurden Preisträgerinnen und Preisträger für acht Förderungspreise, drei Würdigungspreise, einen Anerkennungspreis sowie den mit 14.500 Euro dotierten Kulturpreis des Landes Kärnten vorgeschlagen.

 3 Minuten Lesezeit (440 Wörter) | Änderung am 06.10.2020 - 12.52 Uhr

Der Kulturpreis geht in der Sparte darstellende Kunst posthum (nach seinem Tod) an den in St. Margarethen/Smarjeta bei Bleiburg/Pliberk geborenen Tänzer, Choreografen und Theaterregisseur Johann Kresnik. Die Gesamtdotation der Preise beläuft sich auf 66.300 Euro. Das teilte Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser im Pressefoyer mit.

Kunst und Kultur

„Dass wir den – diesmal in einer Videokonferenz gefassten – Vorschlägen des Kärntner Kulturgremiums folgen, ist für mich selbstverständlich. Die ehrenamtlichen Mitglieder der acht Fachbeiräte treffen die Auswahl mit größter Kompetenz und unter Abwägung aller fachlichen Gründe“, betonte Kaiser. Er sieht in den Preisen eine besondere Form der Wertschätzung für die Kunst- und Kulturschaffenden. In den herausfordernden Zeiten von Corona seien sie zudem eine wichtige finanzielle Unterstützung. „Unsere Gesellschaft braucht, wir Menschen brauchen, Kunst und Kultur – ganz besonders auch dann, wenn uns Krisen fordern. Als Land Kärnten sind wir uns dessen bewusst und wollen daher auch die entsprechenden Maßnahmen setzen“, so Kaiser.

Der Preisträger Johann Kresnik

Der diesjährige Kulturpreisträger Johann Kresnik sei nicht nur Tänzer, Choreograf und Theaterregisseur, sondern auch ein exzellenter Gesprächspartner gewesen. Viele intensive Gespräche seien ihm, Kaiser, in Erinnerung geblieben. „Johann Kresnik hat immer behauptet, dass Kunst auch politisch sein muss, solange es auf der einen Seite Herren und auf der anderen Seite Sklaven gibt.“ Sein künstlerisches Interesse habe immer Menschen am Rand der Gesellschaft oder ungewöhnlichen Charakteren gegolten.

Der Anerkennungspreis

Der Anerkennungspreis gelangt heuer für besondere Leistungen im Bereich der freien Kulturarbeit zur Vergabe und ist mit 5.000 Euro dotiert. Er geht an das NETZWERK AKS │ Platform for Contemporary Dance + Art. Dieser durch Andrea K. Schlehwein vertretene interdisziplinäre, künstlerische Kosmos hat sein Zentrum in Millstatt. Die drei mit je 6.000 Euro dotierten Würdigungspreise betreffen die Geistes- und Sozialwissenschaften, die Literatur sowie die Architektur und Verdienste um die Baukultur. Sie gehen an den in Berg im Drautal geborenen Zeithistoriker und Politikwissenschaftler Peter Pirker, die in Klagenfurt geborene Schriftstellerin Lydia Mischkulnig sowie an den Völkermarkter Architekten Josef Klingbacher.

Die acht Förderungspreise

Je 3.600 Euro gehen im Zuge der acht Förderungspreise an Künstlerin Laurien Bachmann (bildende Kunst), Schauspielerin Nadine Zeintl (darstellende Kunst), Filmregisseurin und Drehbuchautorin Elsa Kremser (elektronische Medien/Fotografie/Film), Autor Dominik Srienc (Literatur), Harfenistin Hannah Senfter (Musik), Musikschullehrerin, Tubistin und Sängerin Martina Lexer-Schwager (Volkskultur), Medienwissenschaftlerin, Germanistin und Übersetzungsforscherin Elena Pilipets (Geistes- u. Sozialwissenschaften) sowie den derzeit an der Universität Cambridge forschenden Georg Krainer (Naturwissenschaften/Technische Wissenschaften).

Die Kulturpreis-Verleihung findet am 12. Dezember 2020 – zufälligerweise auch der Geburtstag von Johann Kresnik – im Rahmen einer Matinee mit Beginn 11.00 Uhr in der Sporthalle Bleiburg statt.

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