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UPDATE | Politik - Kärnten
© Montage: Pixabay & Büro LR.in Schaar

Schulterschluss:

Stilllegung des Kern­kraft­werks Krško weiter­hin ge­fordert

Kärnten & Steiermark – Schulterschluss: „Kärnten und die Steiermark sind nicht nur gegen eine Verlängerung bzw. Erweiterung des bestehenden Kernkraftwerkes Krško. Wir sprechen uns auch weiterhin für eine Stilllegung aus“, betonen die beiden für Umweltangelegenheiten zuständigen Landesrätinnen Sara Schaar (Kärnten) und Ursula Lackner (Steiermark). 

 2 Minuten Lesezeit (289 Wörter) | Änderung am 06.10.2020 - 16.45 Uhr

Anlass sei die am heutigen Dienstag, dem 6. Oktober 2020, bekannt gegebene Entscheidung der slowenischen Umweltagentur (ARSO) zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die Laufzeitverlängerung des slowenischen, grenznahen Kernkraftwerks.

„Nicht einschätzbare Gefährdung“

„Kernkraft ist keine nachhaltige und zukunftsfähige Technologie. Die Risiken für die Bevölkerung sind unabsehbar, wie Beispiele aus der Vergangenheit zeigen. Man sieht dies auch an der noch nicht geklärten Lagerung der Brennstäbe in Krško: Es muss ein Hochsicherheitslager gefunden werden, dass für Jahrhunderte betreut werden muss. Die nicht einschätzbare Gefährdung, vor allem aufgrund des problematischen Standortes im Zusammenhang mit Erdbebenereignissen, ist ein weiterer wichtiger Punkt“, so Lackner und Schaar weiter.

Grenzüberschreitendes Prüfungsverfahren gefordert

Trotz dieser massiven Bedenken sehen die Umweltlandesrätinnen die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung als kleinen Erfolg. „Unsere Bemühungen haben Früchte getragen. Wir fordern jedoch ausdrücklich ein grenzüberschreitendes Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Genehmigungsplanung samt Umweltbericht der österreichischen Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird“, appellieren Lackner und Schaar.

FPÖ gegen eine Laufzeitverlängerung

Auch die Kärntner FPÖ tritt weiter gegen die Laufzeitverlängerung des AKW Krsko ein: „Laut Seismologen weist Krsko von allen Atomkraftwerken Europas das höchste Erdbebenrisiko auf. Nicht zuletzt das Erdbeben im März dieses Jahres hat gezeigt, dass das AKW Krsko eine tickende Zeitbombe ist. Daher muss das bestehende Atomkraftwerk ehestmöglich geschlossen werden“, so FPÖ-Obmann Gernot Darmann in einer Stellungnahme. Laut dem Freiheitlichen müsse die EU eine Laufzeitverlängerung und die Errichtung eines neuen Atommülllagers in Krsko verhindern. „Zugleich [ist die EU] aufgefordert, Slowenien beim raschen Ausstieg aus der Atomkraft und der Forcierung erneuerbarer Energieformen zu unterstützen“, betont  Darmann.

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