fbpx

Zum Thema:

20.10.2020 - 17:01Mutmaßlicher Dealer wegen unter­lassener Hilfe­leistung ver­uteilt17.10.2020 - 08:1518-Jähriger soll Suchtgift an Jugendliche verkauft haben16.10.2020 - 18:31Mutmaßlicher Dealer aus Villach fest­genommen12.10.2020 - 10:40Klagenfurterin hatte Heroin und Kokain in der Wohnung
Aktuell - Kärnten
© LPD Kärnten

Im Raum Lavanttal:

Drogenbande ausge­forscht: 110.000 Euro mit Sucht­mittel er­beutet

Lavanttal – Drei Personen aus dem Bezirk Wolfsberg wurden von Beamten des Landeskriminalamts Kärnten sowie des BPK Wolfsberg ausgeforscht. Sie werden verdächtigt diverse Drogen im Darknet erworben zu haben und diese an Zwischenhändler im Raum Lavanttal weiter gegeben zu haben. 

 3 Minuten Lesezeit (373 Wörter) | Änderung am 07.10.2020 - 13.57 Uhr

Durch Beamte des Landeskriminalamts Kärnten, Ermittlungsbereich 09, Suchtmittelkriminalität, und der Suchtmittelerhebungsbeamte des BPK Wolfsberg wurden seit dem Jahr 2019 Ermittlungen nach dem Suchtmittelgesetz gegen mehrere Personen geführt. Dabei konnten ein 52-jähriger Mann, ein 43-jähriger Mann und eine 25-jährige Frau, alle aus dem Bezirk Wolfsberg, ausgemittelt werden. Sie sind verdächtig und teilweise geständig, im Zeitraum von Dezember 2018 bis 10. August 2020 bei verschiedenen Anbietern im Darknet zirka 40 Mal mindestens 3.300 Gramm Speed, 275 Gramm Cannabiskraut, 1.627 Stück verschiedene Ecstasy Tabletten, 96 Gramm MDMA, 60 Gramm Kokain und 9 Gramm Methamphetamin bestellt zu haben.

Im Raum Lavanttal weiterverkauft

Von diesen bestellten illegalen Suchtmitteln konnten in den Jahren 2019 und 2020 bei insgesamt 14 Postsendungen größere Mengen an Drogen abgefangen sowie bei durchgeführten Hausdurchsuchungen sichergestellt werden. Laut Angaben von Abnehmern und Zeugen stehen die Drei  im Verdacht im genannten Zeitraum weitere 3.681 Gramm Amphetamin, 200 Gramm Cannabiskraut, 6.188 Stück verschiedene Ecstasytabletten, 63 Gramm MDMA, 30 Gramm Methamphetamin, 294 Gramm Heroin und 40 Gramm Kokain zu einem Verkaufspreis von mindestens 110.000 Euro an bisher zehn bekannte Zwischenhändler im Raum Lavanttal weiter gegeben zu haben. Diese verkauften die Suchtmittel an mindestens zwanzig Endabnehmer weiter.

Lieferung erfolgte meist bei leerstehenden Gebäuden

Die Bestellung der illegalen Suchtmittel erfolgte durch den 43-jährigen Mann aus dem Bezirk Wolfsberg in teilweiser Zusammenarbeit mit einer 25-jährigen Frau aus dem Bezirk Wolfsberg. Dabei wurden von einem 52-jährigen Zusteller verschiedene Adressen in seinem Zustellbereich genannt. Die Namen der Empfänger waren frei erfunden. Die Adressen selbst waren jedoch existent. Dahinter verbargen sich meist leerstehende Gebäude oder leerstehende Landbriefkästen. Somit konnte der Zusteller die Pakete abfangen und direkt an den 43-Jährigen übergeben. Dieser organisierte in weiterer Folge die Übergabe der Suchtmittel an die jeweiligen Abnehmer.

Mit Suchtmitteln belohnt

Der Zusteller wurde dafür mit verschiedenen Suchtmitteln belohnt. Am 10. August 2020 wurden sowohl der 43-jährige als auch der 52-jährige Wolfsberger festgenommen. Bei den durchgeführten Hausdurchsuchungen konnten Teile der Suchtmittel sichergestellt werden. Die Festgenommenen wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert. Die 25-jährige Frau wurde auf freiem Fuß angezeigt. Der Wert der sichergestellten Suchtmittel beläuft sich auf mindestens 60.000 Euro. Ein nicht bekannter Teil der Suchtmittel wurden von den drei Tatbeteiligten selbst konsumiert.

Schlagwörter:
Kommentare laden
ANZEIGE